Nach den Erfahrungen des vergangenen Winters bauen Städte und Kommunen in Luxemburg vor. Vielerorts wurde frühzeitig reichlich Streusalz angeschafft, damit es nicht zu Engpässen kommt.

In den verschiedenen Lagern des Landes türmen sich die Salzberge und warten auf ihren Einsatz. Die Winterdienstpläne liegen in den letzten Zügen. In den meisten Kommunen startet der Winterdienst offiziell ab dem ersten November.

Man sieht der Saison gelassen entgegen, heißt es immer wieder. Zum Ende des letzten Winters gab es vereinzelt Engpässe, dem möchte man in diesem Jahr mit genügend Vorräten entgegenwirken.

"Unsere Lager sind randvoll. Bei uns reichen 200 Tonnen für einen durchschnittlichen Winter völlig aus. Engpässe gab es in der im harten Winter 2009/2010 keine. Wir hatten vorgesorgt und durch ein spezielles Streuprogramm gezielter das Salz eingesetzt", so Carlo Messerich von der Gemeinde Wiltz gegenüber tageblatt.lu. „Für dieses Jahr werden wir aber einen zusätzlichen Puffer schaffen“.

Vom Norden in den Süden

Auch die Gemeinde Esch/Alzette ist vorbereitet. "Der Winter kann kommen, unsere Silos sind voll“, sagt Camille Engel von der Gemeinde Esch. Die Kommune besitzt zwei Silos mit einem Fassungsvermögen von jeweils 60 Tonnen.

Alle Salzlager wurden im Sommer aufgefüllt, dann ist das Streugut am billigsten. Der aktuelle Preis für eine Tonne Salz ist noch nicht bekannt. In der vergangenen Saison waren der Preis wegen des langen Winters und Engpässen auf dem internationalen Markt stark gestiegen. 200 Euro pro Tonne wurde im Durchschnitt in Luxemburg berechnet (2009: 70 Euro). Für Salzsäcke um die Bürgersteige zu enteisen, musste man im Durchschnitt 120 Euro pro Tonne auf den Tisch legen.

Falls es dennoch zu Engpässen bei der Salzbelieferung kommt, wie im letzten Winter, will man frühzeitig den Streuplan umstellen, unterstreichen die Streuxperten. Die Winterdienste in Luxemburg werden so eingeteilt, dass die Wetterverhältnisse rund um die Uhr beobachtet werden können.

Straßenbauverwaltung ...?

Eigentlich wollten wir an dieser Stelle über den aktuellen Stand bei der "Administration des ponts et chaussées" berichten. Leider war es uns aber in den vergangenen zwei Tagen nicht möglich, einen Experten an die Strippe zu bekommen. Wir wurden von einer Person zur nächsten vertröstet, bis wir schlussendlich vor dem verantwortlichen Ministerium kapitulierten. Der Grund? Auch hier war niemand zu erreichen.

Bleibt abzuwarten welche Kapriolen der Winter 2010/2011 der Straßenbauverwaltung bieten wird.

Wir bleiben am Ball.