„Weltdag vun der Zockerkrankheet“ am 14. November
Diabetes: kein Zuckerschlecken
Risiko durch gesünderes Essen und mehr Bewegung mindern


18.000 Menschen leiden in Luxemburg an Diabetes. Dies sind die offiziell erfassten Patienten, die medizinisch betreut werden. Doch die Dunkelziffer sei noch weitaus höher, betonte Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo an diesem Dienstag anlässlich der Vorstellung einer Kampagne mit vielen Aktionen rund um den Welttag der Zuckerkrankheit am 14. November.

Bei dieser Sensibilisierungkampagne arbeiten das Gesundheitsministerium, die „Association luxemburgeoise du diabète - Maison du diabète“ (ALD), das „CRP santé“, Fachärzte und Krankenhäuser Hand in Hand.

Ziel ist es, die Bevölkerung besser über die nationalen Strategien zur Früherkennung und Prävention zu informieren und gleichzeitig den Diabetikern die zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Besonders im Visier haben die Verantwortlichen das Zusammenspiel zwischen Diabetes und Übergewicht. Während eine Diabetes-Erkrankung vom Typ 1 vorbeugende Maßnahmen ausschließt und eine lebenslange Behandlung erfordert, wird die Zuckerkrankheit vom Typ 2 meist von der Ernährungsweise und der Lebensart verursacht .
Vorbeugung als wirksamste Waffe

Übergewicht, verbunden mit einer ungesunden Ernährung und einem Mangel an körperlicher Bewegung sind aber die Hauptrisikofaktoren dieser oft unterschätzten Krankheit, die sehr einschneidende Konsequenzen auf den Alltag der Betroffenen hat.

Ein Drittel der Bevölkerung leidet an Übergewicht oder gar Fettleibigkeit. Bei den Kindern sind es bereits 20 Prozent. Dem vormals als Seniorenkrankheit berüchtigten Typ-2-Diabetes fallen demnach mittlerweile immer mehr junge Menschen zum Opfer. Eine alarmierende Situation, so der Gesundheitsminister.

Um besser zu informieren, organisieren verschiedene Krankenhäuser des Landes am 13. und 14. November ein Sensibilisierungswochenende mit Früherkennungsuntersuchungen. Diese Kampagne wird den ganzen Monat über auch von der „Maison du diabète“ und einer Liste von Ärzten angeboten. Wer einschätzen möchte, wie hoch sein Risiko ist, an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken, kann dies hier mit einem sogenannten „Findrisk“-Fragebogen tun.

Eine Allianz von Fachleute aus Luxemburg, Lothringen und der Wallonie soll zudem bei dem dreijährigen Projekt Edudora2 die gemeinsame Diabetes-Sensibilisierung und Früherkennung vorantreiben. Bedürfnisse in der Großregion sollen erfasst und grenzüberschreitende Mittel zur therapeutischen Behandlung besser genutzt werden.


Farbe bekennen und neue Wege beschreiten

Eine „Porte ouverte“ mit Konferenzen und Ausstellungen rund um das Thema Diabetes findet am 14. November im Hotel „Parc Belle-Vue“ (Centre Convict) in Luxemburg statt.

Da eines der besten Mittel zur Bekämpfung des Typ-2-Diabetes regelmäßige körperliche Bewegung ist, laden die ALD und die Gruppe „Osons bouger“ am selben Tag zu ihrem „Global Diabetes Walk“, einem 30-minütigen Spaziergang durch das Petrusstal, ein. Startschuss ist um 11 Uhr.

Pünktlich zum Weltdiabetestag werden wieder weltweit mehr als 1000 Gebäude und Monumente in strahlendem Blau beleuchtet - der Farbe des Kreis-Logos, das als Symbol der Diabetes-Bekämpfung gilt. Auch Luxemburger Gemeinden beteiligen sich an dem Spektakel.