Krieg im Heiligen Land Schwere Kämpfe bei Bodenoffensive
Truppen trennen Gazastreifen in drei Teile ++ Hamas droht mit „Feuer der Hölle“
Der Kampf gegen den Hamas-Terror: Jetzt setzt Israel Bodentruppen ein. Um 18.30 Uhr am Samstag überschritten Soldaten und Panzer die Grenze zum Gazastreifen.

Die israelische Armee und Kämpfer der radikal-islamischen Hamas liefern sich seither schwere Gefechte, Israel setzte auch seine Luftangriffe fort.
Maschinengewehrsalven peitschen durch die Luft, heftiger Beschuss aus Panzerkanonen, dichte Rauchwolken. Der arabische Nachrichtensender al-Dschasira berichtet: Die israelischen Truppen haben Beit Lahia und Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen am frühen Morgen eingenommen, stehen drei Kilometer vor Gaza-Stadt!

Gaza wurde auch von See her beschossen. In den ersten Stunden der Bodenoffensive wurden nach Armeeangaben mindestens 32 Terroristen der Hamas getötet, darunter auch die Raketenspezialisten Hussam Hamdan und Mohammed Hilo – sie waren für den Beschuss israelischer Städte verantwortlich.

Nach israelischen Angaben wurden bisher 30 Soldaten verletzt.

Ein schnelles Ende ist nicht in Sicht.

Ein ranghoher Militär sagte am Sonntag in Tel Aviv, der Bodeneinsatz werde „nicht in Stunden oder Tagen enden“. Bislang gehe die Militäraktion „in einer sehr herausfordernden Umgebung“ wie geplant voran. Premierminister Ehud Olmert sagte, die Bodenoffensive sei „unausweichlich“ und werde nach Bedarf verlängert oder verstärkt.

Die Armee hat den Gazastreifen mittlerweile in drei Teile getrennt, um die Nachschub-Wege der Terroristen zu unterbrechen.

Die Truppen hielten sich unter anderem im Bereich der ehemaligen jüdischen Siedlung Nezarim auf, wo eine Hauptverkehrsader im Gazastreifen liegt. Auf diese Weise solle die Bewegungsfreiheit der Hamas eingeschränkt werden, die Raketen auf Israel abfeuern. Doch die Terroristen feuerten auch nach Beginn der Bodenoffensive ihre selbst gebauten Raketen auf Südisrael ab!

Verteidigungsminister Ehud Barak kündigte an: Der Einsatz werde „nicht einfach und nicht kurz sein“. Israel sei auch auf eine mögliche Gewalteskalation an der Grenze zum Libanon vorbereitet: „Wir hoffen, dass die Nordfront ruhig bleibt. Wir sind allerdings auf alle mögliche Szenarien vorbereitet.“

Israel zielt aber nach den Worten seines Botschafters in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, nicht auf eine dauerhafte Besetzung des Gazastreifens. Vielmehr sollen die Israelis im Grenzgebiet vor Raketenangriffen geschützt werden: „Die israelische Armee hat keine Absicht, dort zu bleiben.“

Die Hamas-Terroristen haben erneut zur Entführung israelischer Soldaten aufgerufen!

„Bereitet euch auf eine Überraschung vor“, hieß es in einer Botschaft. „Ihr werdet entweder getötet oder entführt, und ihr werdet psychische Schäden erleiden von dem Grauen, das wir euch bereiten werden.“

Im TV-Sender Al Aksa drohte Hamas-Sprecher Ismail Raduan: „Gaza wird für euch nicht mit Blumen gepflastert sein, es wird mit dem Feuer der Hölle gepflastert sein. Gaza wird euer Friedhof.“