Eineiig und nur ein Mutterkuchen Diese deutschen Drillinge sind ein Weltwunder

In rosa-weißen Stramplern liegen die Geschwister auf der Decke, schlummern und nuckeln im Gleichtakt. Alexandra, Antonia und Ariana (2 Monate) sind eineiige Drillinge. Und: Sie sind ein kleines, süßes Weltwunder!

Die weltweit einmalige medizinische Sensation geschah in Mönchengladbach (NRW).

Am 16. Juni kamen die drei Mädchen zur Welt. Professor Ulrich Gembruch von der Universitäts-Geburtshilfe Bonn: „Bei nur einer von etwa 600 000 Entbindungen kommen gleich drei Babys auf die Welt, die ursprünglich aus einer Eizelle entstanden sind.“

Aber diese Drillinge teilten sich in der Gebärmutter auch einen Mutterkuchen (Plazenta) mit einer lebensgefährlichen Anordnung der Nabelschnüre. Das haben Drillinge bislang noch nie überlebt!

Trotz Hochrisikoschwangerschaft kamen alle drei gesund per Kaiserschnitt zur Welt.

Seitdem müssen Mama Karina (33) und Papa Ingomar (47) jeden Morgen um fünf Uhr aufstehen – Zeit für das erste Fläschchen.

Der Vater: „Was man bei einem Säugling machen kann, kann man auch dreimal hintereinander.“ Und das im Vier-Stunden-Rhythmus.

Die Tagesbilanz des Knuddel-Trios: 6 Fläschchen, 60 Bäuerchen, 12 Strampler, 35 Windeln. Da muss jeder mithelfen, auch die „großen“ Schwestern Anna (6) und Diana (2).

Wie unterscheiden die Eltern ihre Drillinge?

Der Vater: „Ich kann das nur, wenn alle nebeneinander liegen: Ariana hat mehr Speck am Hals. Alexandra ist am feinsten. Und Antonia ist die, die übrig bleibt.“ Die Mama macht das anders, sagt liebevoll: „Ich erkenne meine Mädchen an ihren Augen ...“