Eine Gruppe von Filmstars hat sich aus Protest gegen die Behandlung der Ureinwohner in Botsuana dem Boykott von Diamanten aus dem Land angeschlossen. Das teilte die Menschenrechtsgruppe Survival International mit, die zu der Aktion aufgerufen hatte. Dem Boykott schlossen sich demnach die Schauspielerinnen Gillian Anderson ("Akte X"), Joanna Lumley und Sophie Okonedo sowie der britische Kinderbuchautor Quentin Blake an.

Survival International verlangt, dass die Buschmänner der Kalahari, die nach der Entdeckung von Diamanten in einem Reservat 2002 umgesiedelt worden waren, wieder dorthin zurückkehren können. Zwar haben sie laut einem Gerichtsurteil von 2006 das Recht zur Rückkehr, jedoch ist ihnen der Zugang zur einzigen Wasserquelle der Gegend verboten.

Botsuana produziert fast ein Viertel der Diamanten weltweit, die Einkünfte aus ihrem Verkauf machen die Hälfte der Einnahmen des Landes aus. Die Buschmänner sind die Ureinwohner des südlichen Afrikas. Einst zählte das Volk mehrere Millionen, doch heute leben nur noch rund 100.000 von ihnen, die meisten davon in Botsuana. Andere Heimatländer der Buschmänner sind Angola, Namibia, Südafrika und Simbabwe.