Schock für deutsche Autobauer
China fährt die Ein-Auto-Politik





China treibt den deutschen Autobauern regelmäßig ein breites Grinsen ins Gesicht. Die Exporte ins Reich der Mitte stiegen 2011 um ein Fünftel – Tendenz: positiv. Bislang.

Denn die Chinesen verfolgen offenbar eine neue, eine Ein-Auto-Politik.

Grund für die neue Regelung: Verkehrsinfarkt in den Großstädten, lange Staus, schlechte Luft.

Eine weitere Schock-Entscheidung für deutsche Autobauer kam am Wochenende.

Die Acht-Millionen-Metropole Guangzhou will künftig die Zahl der Neuwagen massiv senken. Maximal 10 000 Zulassungen pro Monat sollen ab sofort genehmigt werden.

Damit folgt Guangzhou den Vorbildern aus Guiyang, Schanghai und Peking.

Chinas Automarkt schwächelt ohnehin seit Monaten. Gründe sind das abflachende Wirtschaftswachstum und die steigenden Preise für Lebensmittel.

DEUTSCHE AUTOBAUER ZITTERN

380 000 Autos exportierten die deutschen Autobauer 2011 nach China – 22,8 Prozent mehr als im Vorjahr, 50 Prozent mehr als 2009. Wert der Ausfuhren: 11,9 Milliarden Euro!

Hauptsächlich der wachsende Wohlstand der chinesischen Mittelschicht steigerte den Hunger auf deutsche Autos.

Vor allem BMW (107 211 Autos) – plus 35 Prozent – und Audi (124 284 Autos) – plus 41,4 Prozent– profitierten von dem Trend.

Und eigentlich hatte man auch 2012 mit einem ähnlichen Wachstum gerechnet.

Ein Branchen-Experte wiegelt im „Manager Magazin“ ab: „China besteht ja nicht nur aus Metropolen.“ Auch in ländlichen Gebieten wachse die Mittelschicht und dort gebe es noch keine Beschränkungen.