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Ver Versão Completa : Unterstützung für Finanzplatz im Wandel



RoterTeufel
20-05-2010, 19:10
Parteien
Unterstützung für Finanzplatz im Wandel
DP legt Gesamtkonzept für Banken und Fondsgesellschaften vor

Der Finanzplatz Luxemburg sieht sich rasch wechselnden Bedingungen ausgesetzt. Die DP hat sich nun Gedanken gemacht, wie Banken und Fondsgesellschaften den Wandel bestehen können. Eine Alternative zur dominanten Rolle des Finanzsektors sieht DP-Präsident Claude Meisch nicht.

Mit einem Drittel der Steuereinnahmen hängt das Wohlergehen des Luxemburger Staates eng mit dem Finanzplatz zusammen. Gerade in Zeiten knapper staatlicher Kassen, so die DP, müsse die Regierung alles tun, um die Finanzbranche vor weiteren Einschnitten zu bewahren. "In der jetzigen Situation können wir es uns nicht erlauben, den Sektor zu beschneiden", sagte Claude Meisch. Die schwindende Rolle der Banken dürfe man nicht als Fatalität hinnehmen.

Meisch kritisierte die in seinen Augen falsche Politik der Regierung, die die Banken besonders belaste. "Man hätte sich erwartet, dass die Regierung stabilisierende Signale aussendet. Aber das Steuerpaket geht komplett in die entgegengesetzte Richtung", meint Meisch.

Ihre Vorschläge hat die Partei in eine "Straßenkarte für den Finanzplatz" gegossen, nach eigenen Aussagen ist es das erste Gesamtkonzept für die Zukunft der Branche in Luxemburg. Für diese haben sich die Vorzeichen abrupt geändert: International wird der Ruf nach mehr Regulierung lauter, Luxemburg gerät zusätzlich wegen des Bankgeheimnisses unter Beschuss.
Für internationale Transaktionssteuer

Claude Meisch appelliert, "die Augen vor der Diskussion um das Bankgeheimnis nicht zu verschließen". Das ohnehin schon angekratzte Image des Finanzplatzes Luxemburg dürfe nicht noch weiter beschädigt werden. Dennoch ist die DP gegen einen automatischen Austausch von Bankkundendaten zwischen den nationalen Steuerverwaltungen.

Anfreunden kann sich die DP mit einer Transaktionssteuer, wie sie derzeit auf dem europäischen Parkett diskutiert wird. Diese dürfe nur nicht auf Luxemburger oder europäischer Ebene eingeführt werden, sondern in allen großen Finanzzentren der Welt.

Mit ihrem Diskussionspapier zielt die DP nicht auf die Bankdirektorien oder auf den vermögenden Bankkunden aus dem Ausland ab. Vielmehr hat sie die 77 000 Beschäftigten der Branche im Blick, deren Arbeitsplätze und Zukunftsaussichten gesichert werden müssten.