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RoterTeufel
17-02-2012, 14:44
Hergang und Ursachen des Brandes in Flebour

“Keine Explosion, nur ein dumpfes Geräusch”

Verpuffung von Rauchgas als mögliche Ursache / Lauter Knall war Überschallflieger




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http://www.wort.lu/wort/assets/2012/02/03/fittosize_245_0_4573c49cff77f64636612c2d9a9bfa01_f lebour_xplo.jpeg Viele "Ohrenzeugen" hatten am Donnerstagnachmittag einen lauten Knall wahrgenommen. Dieser stammte im weiteren Umkreis von einem Überschallflieger, der zur gleichen Zeit unterwegs war.


Der Besitzer der Hühnerfarm, die am Donnerstag in Flebour teilweise durch einem verheerenden Brand zerstört wurde, meldete sich am Tag danach bei wort.lu und gab genauere Informationen zum Hergang und den Ursachen des Feuers. “Die Farm wurde nicht durch eine Explosion zerstört, sondern durch eine Verpuffung von Rauchgas”, schreibt der Besitzer.

Nach Aussage des Besitzers Tom Mathay hatten seine Frau Carla und ein Mitarbeiter eine “grau-braune Rauchentwicklung” über dem Gelände der Farm entdeckt. Der 2010 neu erbaute Hühnerstall stand in Flammen. Ein Beweis dafür, dass keine Explosion stattfand, ist laut Mathay die Tatsache, dass die 6300 Hühner nicht wie bei einer Explosion durch die Luft geschleudert wurden.

“Es handelte sich vielmehr um eine Verpuffung von Rauchgas, die durch die extrem hohen Temperaturen das Feuer entfachte”, fuhr der Tierhalter weiter. “Auf dem Hof war keine Explosion zu hören, sondern lediglich ein dumpfes Wuff-Wuff-Geräusch”, präzisierte er.

Keine Lieferengpässe im Betrieb

Gerüchte über die Brandursache veranlassten ihn zu einer weiteren Aussage: Auf seiner Farm gebe es weder eine Biogasanlage noch Gasleitungen, keinen Güllekeller und es seien auch keine Bauarbeiten im Gange gewesen. Tom Mathay schreibt ebenso, dass der Brand auch am Freitag noch nicht gelöscht sei. Das Feuer würde weiterhin in den Wänden und in der Isolation weiterlodern. Er bedanke sich bei der Feuerwehr, die ein Übergreifen auf die anderen Gebäude vermeiden konnte.

Unterdessen geht in dem Produktionsbetrieb für Hühnereier die Eierproduktion unbehindert weiter. Wie der Besitzer betont, waren die 6300 zu Tode gekommenen Hühner in diesem Teil der Anlage noch nicht in legereifem Alter. “Die Hühner waren in der Aufzucht und legten noch keine Eier. Wir werden den Ausfall erst in einigen Wochen bemerken, wenn diese in die Eierproduktion wechseln sollten”, sagte der Farmbesitzer. Die restlichen der insgesamt etwa 36.000 Tiere waren von der Tragödie nicht betroffen. Es kommt also nicht zu Lieferengpässen in dem Betrieb.
Überschallflugzeug erzeugte lauten Knall

Nach der mutmaßlichen Explosion in Flebour meldeten sich dutzende “Ohrenzeugen”, die einen Knall sogar im benachbarten Ausland gehört haben wollten. Wort.lu erreichte beispielsweise die Meldung eines Lesers, der die Explosion aus dem 60 Kilometer entfernten Noswendel (nördliches Saarland) hörte. Er schrieb, dass er gegen 12.16 Uhr einen “lauten Knall” hörte und sogar die Gläser in der Schränken wackelten. Ähnliche Meldungen waren aus fast ganz Luxemburg zu hören.

Des Rätsels Lösung liefert die Presse im Grenzgebiet: Wie volksfreund.de am Freitag schreibt, hat es sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach um den Knall eines Überschallflugzeuges gehandelt. Nach Informationen der “Koblenzer Rhein-Zeitung” hätte das Luftwaffenamt Köln bestätigt, dass eine Phantom-Maschine in etwa elf Kilometern Höhe offenbar zu etwa der gleichen Zeit (12.15 Uhr) für den Knall verantwortlich war. Dafür spricht auch, dass etwa sechs Minuten später noch einmal ein nicht so starker Knall zu vernehmen war.