CSU-Chef Erwin Huber gibt Rücktritt bekannt

CSU-Chef zieht Konsequenzen Rücktritt! Erwin Huber gibt auf
Das war's! CSU-Chef Erwin Huber gibt auf: Rücktritt!

Huber zieht die bittere Konsequenz aus der historischen Wahl-Schlappe seiner Partei vom vorigen Sonntag. Die CSU hatte bei der Landtagswahl nur noch 43,4 Prozent der Stimmen eingefahren.

„Ich gebe damit meiner Partei die Chance zu einem personellen Neubeginn“, begründete Huber seine Entscheidung. Er stelle sein Amt am 25. Oktober, auf dem geplanten Sonderparteitag der CSU, zur Verfügung.

Der CSU-Chef wirft hin. Und zugleich würdigt er sein eigenes Vermächtnis und seine zukunftsweisende Arbeit für die Partei.

Huber: „Die CSU ist in den vergangenen Jahren jünger und weiblicher geworden. Mit dem Steuerkonzept 'Mehr Netto für alle' habe ich Impulse im Sinne christlich-sozialer Politik gesetzt, die weit übermeine Amtszeit hinaus wirken werden.“

Über seine politische Zukunft verlor Huber nur einen Satz: Er werde weiter in der politischen Verantwortung bleiben, weiter für Bayern und die CSU arbeiten.

Huber wirkte bei der Erklärung sichtlich gelöst.
Über das Schicksal von Generalsekretärin Christine Haderthauer sagte Erwin Huber nichts. Nach dem Krisentreffen der CSU-Spitze am Montagabend ist allerdings klar: Auch sie ist ihren Job los.

Haderthauer wird innerhalb der Partei für den missglückten Wahlkampf verantwortlich gemacht.

Das Vertrauen in die Führungsspitze der Christsozialen ist erschüttert.

Die Politik der „alten Männer“ ist vorbei.

Zumindest teilweise, denn Ministerpräsident Günther Beckstein klebt nach wie vor an seinem Stuhl. Ob das so bleibt?

Partei-Insidern zufolge soll auch er mächtig unter Druck stehen. Immer wieder werden Meldungen lanciert, sein Rücktritt stehe kurz bevor. Spätestens aber zum Sonderparteitag wird mit weiteren wegweisenden Personalentscheidungen gerechnet.