Inzest-Monster Josef Fritzl nach Wien-Mittersteig verlegt Zum Geburtstag eine Einzelzelle

Geburtstag ist ein Ehrentag.

Das gilt aber kaum für ein Inzest-Monster wie Josef Fritzl. Ein Mann, der seine Tochter 24 Jahre in einem Kellerverlies dahinvegetieren ließ, sie mehr als 3000 Mal vergewaltigte, mit ihr sieben Kinder zeugte und eines ermordete.

Am Mittwoch, den 9. April wird Fritzl 74 Jahre alt.

Aber wer soll ihn ehren, beschenken?

Vielleicht eine Karte von seinem Anwalt?

Bleibt die österreichische Vollzugsbehörde. Sie steckte den verurteilten Mörder und Sklavenhalter zum neuen Lebensjahr in einen neuen Knast. Fritzl wurde von St. Pölten nach Wien-Mittersteig überstellt.

Dort bekommt er zwar kein Ständchen mit Kaffee und Torte, aber eine Einzelzelle. Bisher saß er immer mit einem Häftling zusammen, um einem Selbstmord zu verhindern

Peter Prechtl, Stellvertretender Leiter der Wiener Vollzugsdirektion: „Er wird bei uns medizinisch und psychologisch untersucht. Es werden Interviews mit ihm geführt. Man wird seine Gefährlichkeit feststellen und ermitteln, ob Suizidgefahr besteht."

Auch außerhalb der Gefängnismauern wird der Fall Fritzl weiter abgewickelt. In St. Pölten wurde das Konkursverfahren gegen das Inzest-Monster eröffnet. Zunächst wurde geprüft, welche Werte vorhanden und welche Forderungen offen sind. Insolvenzverwalter Walter Anzböck erklärte dazu, dass das Volumen feststehe. Damit die 18 Gläubiger an Geld kommen, sollen nun die Immobilien verkauft werden. Als Erstes stehen zwei Häuser in St. Pölten und in Waidhofen an der Ybbs zur Disposition.

Offen ist noch die Zukunft des Kerkerhauses in Amstetten.

„Alles ist möglich, nichts ist fix", gab sich Anzböck bedeckt. Auch die Möglichkeit von Fotos und TV-Berichten gegen Bezahlung sei theoretisch nach wie vor möglich, denn die kompletten Forderungen der Gläubiger sind nicht allein über den Verkauf der Häuser zu decken.