+++ Krisenticker +++ Deutscher Export bricht massiv ein
Cabrio-Hersteller Karmann pleite +++ Dax legt schlechten Start hin

TOPMELDUNG – Der deutsche Export ist auch im Februar massiv eingebrochen: Die Ausfuhren aus Deutschland gingen um 23,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im gleichen Zeitraum sanken die Einfuhren um 16,4 Prozent. Bereits im Januar hatte es beim Export einen Einbruch von 20,7 Prozent gegeben. Insgesamt wurden im Februar Waren im Wert von 64,8 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 56,2 Milliarden Euro eingeführt.

TOPMELDUNG 2: Ein schwacher Start in die US-Berichtssaison hat am deutschen Aktienmarkt für einen negativen Handelsauftakt gesorgt. Der Dax fiel kurz nach Handelseröffnung um 1,84 Prozent auf 4243 Punkte, nachdem der Leitindex am Vortag bereits 0,63 Prozent abgegeben hatte. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor 1,25 Prozent auf 4686 Punkte, der Technologiewerte-Index TecDax sackte um 1,35 Prozent auf 497 Zähler ab.

13.45 Uhr – Krise in der Industrie schwächt sich ab: Begünstigt von der Abwrackprämie für Autos hat sich der Rückgang der Auftragseingänge in der deutschen Industrie nach dem Einbruch zum Jahreswechsel im Februar etwas abgeschwächt. Preis- und saisonbereinigt sei der Auftragseingang um 3,5 Prozent zum Vormonat gesunken, teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mit.

13.10 Uhr – Jungheinrich plant Gewinn ein: Der Hamburger Jungheinrich-Konzern steuert in eine schwere Absatzkrise. Der Hersteller von Gabelstaplern und Lagertechnik habe sich jedoch frühzeitig auf die Lage eingestellt und wolle auch im laufenden Jahr die Gewinnzone erreichen, sagte Vorstandschef Hans-Georg Frey. Zu den Maßnahmen zählten Kurzarbeit für rund 2000 Beschäftigte und der Abbau von 240 Arbeitsplätzen für Leiharbeitnehmer.

13.02 Uhr – Ostdeutsche wollen im Westen arbeiten: Die schwierige Arbeitsmarktlage hat zwischen 2000 und 2006 mehr als 200 000 Ostdeutsche zur Abwanderung in die alten Bundesländer bewogen. Vor allem zu Anfang des Jahrzehnts hätten viele Männer und Frauen ihr Glück im Westen gesucht, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

12.39 Uhr – HRE-Verstaatlichung spart Milliarden: Die schwer angeschlagene Immobilienbank Hypo Real Estate kann Finanzkreisen zufolge nach einer kompletten Verstaatlichung Milliarden sparen. Mit dem Bund als Eigentümer müsse das Institut für die Refinanzierung voraussichtlich eine Milliarde Euro im Jahr weniger ausgeben.

12.36 Uhr – AIG braucht weitere Milliarden: Die zum krisengeschüttelten US-Versicherer AIG gehörende weltgrößte Flugzeug-Leasinggesellschaft ILFC braucht neue Milliardenkredite vom Staat. Das frische Geld solle den von AIG angestrebten Verkauf der Leasinggesellschaft erleichtern. ILFC ist der größte Kunde der Flugzeugbauer Airbus und Boeing. Ein Ausfall wäre für die Hersteller dramatisch.

12.30 Uhr – Millionen-Strafe für Microsoft: Das Bundeskartellamt hat ein Bußgeld über neun Millionen Euro gegen die Microsoft Deutschland GmbH verhängt. Microsoft habe in wettbewerbswidriger Weise auf den Wiederverkaufspreis des Softwarepakets „Office Home & Student 2007“ Einfluss genommen.

11.04 Uhr – Cargobull streicht Stellen: Deutschlands größter Hersteller von Sattelaufliegern für Lastwagen, Schmitz Cargobull, will jede achte Stelle streichen. Von den rund 4000 Arbeitsplätzen sollen etwa 500 sozialverträglich abgebaut werden.

9.37 Uhr – Milliarden-Kredit für Schaeffler: Ein Kredit über eine Milliarde Euro verschafft der taumelnden Schaeffler-Gruppe Luft. Man habe mit den Banken einen Kreditvertrag in dieser Höhe geschlossen, erklärte das Unternehmen. „Damit sichern wir für die Schaeffler Gruppe weiteren Handlungsspielraum“, erklärte Finanzchef Klaus Rosenfeld. „Der Abschluss des Kreditvertrages ist ein Vertrauensbeweis unserer Banken.“

9.11 Uhr – Mehr Firmen streichen Arbeitsplätze: Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen angesichts der Rezession Stellen abbauen. Inzwischen planen 39 Prozent der Firmen, in den kommenden zwölf Monaten ihre Mitarbeiterzahl zu senken, wie aus einer Umfrage im Auftrag„Handelsblatts“ und der Unternehmensberatung Droege & Compher vorgeht.

8.49 Uhr – Tokios Börse schließt schwach: Zum Handelsende weiteten sich die Verluste aus, weil zu Beginn der Quartalsberichtssaison in den USA die Sorge über schlechte Zahlen der großen US-Konzerne noch zunahm.

7.56 Uhr – Ölpreis gefallen: Die Ölpreise sind im asiatischen Handel gefallen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Mai kostete 48,28 Dollar, das sind 87 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai fiel um 56 Cent auf 50,66 Dollar.

6.40 Uhr – Umweltprojekte als Konjunkturmotor: Der britische Premierminister Gordon Brown hat für den anstehenden Staatshaushalt Umweltschutzprogramme in Aussicht gestellt, die bei der Belebung der Wirtschaft helfen sollen. Großbritannien könne in den kommenden Jahren sein Angebot umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen um 50 Prozent steigern, sagte Brown der Zeitung „The Independent“. Der Umweltschutz mache im Haushalt einen großen Teil der Maßnahmen für eine Erholung aus.

6.01 Uhr – Chrysler präsentiert Spritschlucker: Mitten im Überlebenskampf hat der amerikanische Autobauer Chrysler einen neuen Geländewagen präsentiert. Erst vor einer Woche kritisierte die US-Regierung den Hersteller wegen seiner vielen Spritschlucker scharf und lehnte einen Sanierungsplan ab. Chrysler hat schon Milliarden Dollar Staatshilfe bekommen.

4.50 Uhr – Blohm+Voss meldet Kurzarbeit an: Die Hamburger Werft Blohm+Voss muss Zeitungsinformationen zufolge einen Teil ihrer Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ hat der Mutterkonzern ThyssenKrupp ab 1. Mai für mehrere Hundert Beschäftigte der Traditionswerft Kurzarbeit angemeldet. Bisher hatte der Schiffbauer versucht, den Rückgang der Aufträge mit dem Abbau von angesammelten Überstunden aufzufangen.„Dies sei nun nicht mehr möglich“, hieß es aus dem Umfeld des Unternehmens.

4.18 Uhr – Autozulieferer erhalten Milliarden: Die für das Überleben des taumelnden US-Autoriesen General Motors entscheidenden Autozulieferer erhalten nach Angaben aus informierten Kreisen Hilfen von 2,1 Milliarden Dollar. Die Regierung stelle hierzu zwei Milliarden Dollar bereit und GM selbst 100 Millionen Dollar. Das Geld soll über den gesamten Konzern verteilt werden.