Sex-Festival in Japan Eine Parade für den Penis

Ein riesiger rosafarbener Penis wird durch die Straßen getragen. Frauen und Männer jubeln ihm zu. Ein Porno-Film? Nein, ein Fruchtbarkeits-Festival in Japan!

Anfang April, zur Zeit der Kirschblüte, feiern die Japaner das „Kanamara Matsuri“, das Festival des stählernen Penis.

Der Legende nach hat sich einst ein Dämon in einer jungen Frau versteckt und zwei junge Männer in ihrer Hochzeitsnacht kastriert. Ein Schmied soll dann einen Stahl-Phallus angefertigt haben, an dem sich der Dämonen die Zähne brach.

Seit mehr als hundert Jahren wird das Penis-Festival in Kawasaki gefeiert. Auf der bunten Parade wird dem männlichen Phallus als Fruchtbarkeitssymbol gehuldigt.

Penis-Mützen, Penis-Lollys, Phallus-Spielzeug und natürlich alle Lebensmittel in Penis-Form: Bei dem japanischen Sex-Festival dreht sich wirklich alles um die Manneskraft.

Ursprünglich feierten Prostituierte das Kanamara-Fest, um gegen Geschlechtskrankheiten und für ein gutes Geschäft zu beten. Auch Familienangelegenheiten, Geburten und Heirat wurde herbeigewünscht.

Heute dient das Festival in erster Linie dazu, Geld für die Aids-Forschung zu sammeln.

Das Fest findet am Kanayama-Shinto-Schrein in Kawasaki statt. Der Tempel ist der Sonnengöttin geweiht und wird von einer Priesterin geleitet.