+++ Krisenticker +++ Industrie bricht weiter ein
EZB: Konjunktur erholt sich erst 2010 +++ Inflation auf Tiefstand +++ Dax legt wieder zu

TOPMELDUNG – Industrieproduktion eingebrochen: In Deutschland ist die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im Februar stärker als erwartet gesunken. Die Gesamtproduktion sei preis- und saisonbereinigt um 2,9 Prozent zum Vormonat gesunken, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Volkswirte hatten zwar auch mit einem abermaligen Rückgang gerechnet, diesen aber auf 2,5 Prozent veranschlagt. Im Januar war die Industrieproduktion mit 6,1 Prozent etwas weniger stark eingebrochen als zunächst mit minus 7,5 Prozent ermittelt. Im Jahresvergleich brach die Produktion im Februar um 23,2 Prozent ein, nachdem sie im Vormonat um 21,4 Prozent geschrumpft war.

TOPMELDUNG 2 – Dax legt wieder zu: Die deutschen Aktienmärkte tendierten vor dem langen Osterwochenende fester. Der Dax stieg um1,38 Prozent auf 4418 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann1,93 Prozent auf 4890 Punkte, der Technologiewerte-Index TecDax legte um 2,47 Prozent auf 525 Zähler zu.

14.40 Uhr – Eurokurs gestiegen: Der Kurs des Euro ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3273 (Mittwoch: 1,3231) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7534 (0,7558) Euro.

14.04 Uhr – Rossmann meldet Umsatzplus: Die drittgrößte deutsche Drogeriekette Rossmann blickt auf ein Rekordjahr zurück. „Wir haben noch nie so viel verdient wie 2008“, sagte Unternehmenschef Dirk Roßmann der „Wirtschaftwoche“. Trotz der Konjunkturkrise hätten die Drogeriemärkte auch im Januar und Februar diesen Jahres noch ein Umsatzplus von 8,3 Prozent erzielt.

14.02 Uhr – Lufthansa-Absturz gebremst: Der Passagier-Rückgang bei der größten deutschen Fluggesellschaft Lufthansa hat sich im März verlangsamt. In dem Frühlingsmonat sei die Zahl der Passagiere um 2,7 Prozent auf 5,6 Millionen geschrumpft, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Im Februar war die Zahl der Passagiere noch um mehr als neun Prozent, im Januar um knapp sieben Prozent zurückgegangen.

12.58 Uhr – Gazprom drosselt Gasförderung: Der vom Kreml kontrollierte Energiekonzern Gazprom wird die Gasförderung in den nächsten vier bis fünf Jahren wegen Absatzproblemen um ein Zehntel senken. „Die Krise hat den Bedarf nach Erdgas um etwa zehn Prozent schrumpfen lassen“, sagte Gazprom-Vizevorstandschef Waleri Golubew.

12.49 Uhr – Autobranche meldet Rekordabsatz – in China: Der neuentfachte Boom auf dem chinesischen Automarkt hat sich im März fortgesetzt und der Branche neue Rekordzahlen beschert. Insgesamt 1,1 Millionen Fahrzeuge fanden im vergangenen Monat einen Abnehmer, wie der chinesische Autoherstellerverband mitteilte. Damit sei der bisherige Rekord von 1,06 Millionen Fahrzeugen im März des vergangenen Jahres gebrochen worden.

11.20 Uhr – Halbleitermarkt schrumpft: Der weltweite Halbleiter-Markt ist im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent auf 255 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Der starke Rückgang im Markt im letzten Quartal 2008 kombiniert mit der andauernden wirtschaftlichen Schwäche signalisiere einen noch stärkeren Rückgang für das Jahr 2009.

10.52 Uhr – Ölpreis gefallen: Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zur Wochenmitte auf 50,25 US-Dollar gefallen. Ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten der zwölf OPEC-Staaten kostete damit um 71 Cent weniger als am Vortag (50,96 Dollar).

10.10 Uhr Konjunktur erholt sich erst 2010: Die Konjunktur im Euro-Raum wird sich nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) erst 2010 allmählich erholen. 2009 dürfte die Nachfrage weltweit sehr schwach bleiben, die Wirtschaft weltweit als auch im Euroraum befinde sich „in einem schwerwiegenden Abschwung“.

9.52 Uhr – Frankreichs Staatsbank meldet Milliardenverlust: Erstmals seit ihrer Gründung im Jahre 1816 schreibt die Interventionsbank des französischen Staates CDC rote Zahlen. Die Caisse des Dépôts et Consignations habe 2008 rund 1,5 Milliarden Euro verloren. Gründe seien die Börsenkrise und die Rettung der Bank Dexia, bei der die CDC mit zwei Milliarden Euro eingestiegen ist. Von „giftigen“ Finanzpapieren und der Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers sei die CDC nicht betroffen.

9.01 – US-Notenbank pumpt über 1 Billion Dollar in Finanzmarkt: Angesichts des Risikos einer immer tieferen Rezession hat die US-Notenbank bereits im März beschlossen, mehr als eine Billion Dollar in den Finanzmarkt zu schleusen. Wie aus dem jetzt veröffentlichten Protokoll einer Sitzung hervorgeht, will die Notenbank so den Privatkonsum ankurbeln und zu einer weiteren Senkung der Kreditzinsen beitragen. Die Fed will 300 Milliarden Dollar ausgeben für den Ankauf langfristiger Staatsanleihen sowie 750 Milliarden Dollar für Papiere der angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac.

8.51 Uhr – Tokio-Börse im Auf: Japans größte Konjunkturspritze aller Zeiten und ein überraschender Anstieg der Maschinenbauaufträge haben die Aktienbörse in Tokio beflügelt. Der Nikkei-Index legte deutlich um 321,05 Punkte oder 3,74 Prozent auf 8916,06 Punkte zu. Der breit gefasste TOPIX verbesserte sich um 26,55 Punkte oder 3,26 Prozent auf 841,81 Punkte.

8.24 Uhr – Sanofi-Aventis kauft größten Generika-Hersteller Brasiliens: Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis kauft den größten brasilianischen Generika-Hersteller Medley für 500 Millionen Euro. Damit werde Sanofi-Aventis größter Anbieter von Generika in ganz Lateinamerika.

8.01 Uhr – Inflation auf Tiefstand: Die Preise in Deutschland sind im vergangenen Monat so langsam gestiegen wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Die Verbraucher mussten im März für ihre Lebenshaltung nur 0,5 Prozent mehr ausgeben als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

4.54 Uhr – Buffett verliert Best-Note: Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat ihre Bestnote für die Kreditwürdigkeit verloren. Die Ratingagentur Moody's senkte die Bewertung angesichts der Rezession und der Wertverluste von Investitionen in der Versicherungssparte um zwei Stufen auf „Aa2“.

1.45 Uhr – Bieter für GM-Marke Hummer: Beim Verkauf der General Motors-Marke Hummer sind nach Angaben aus Kreisen noch drei Bieter im Rennen. Die gegenwärtigen Angebote für den auf einem Militärfahrzeug basierenden Geländewagen belaufen sich neben weiteren Verpflichtungen auf 100 Millionen bis 200 Millionen Dollar in bar.

0.12 Uhr – BMW rechnet wieder mit Absatzplus: Der Autobauer BMW sieht sich auf dem drastisch eingebrochenen US-Automarkt ab Herbst wieder im Aufwind. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir ab September ein Wachstum zum Vorjahr sehen werden“, sagte der US-Chef des Herstellers, Jim O'Donnell.

0.01 Uhr – Bosch Rexroth streicht Stellen: Der Maschinenbauer Bosch Rexroth streicht etwa 300 von 1400 Arbeitsplätzen am Standort Witten. Betroffen seien etwa 200 Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverträgen sowie 100 Leiharbeiter, sagte Unternehmenssprecherin Claudia Ulrich der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.