In München eröffnet Ausstellung der Superlative Die Wunderwelt des Pharao Tutanchamun
Viel zu schade für die Grabkammer

Er ist der berühmteste Pharao der Geschichte: Tutanchamun! Die Grabbeigaben des legendären Königs aus Ägypten, der wertvollste Schatz der Welt, sind jetzt in einer einzigartigen Ausstellung zu sehen. Originalgetreu, wie Howard Carter sie 1922 entdeckte – als Nachbildungen (Replikate).

Mehr als 1000 Exponate sind ab heute bis zum 30. August in der ehemaligen Radsportarena im Olympiapark München zu sehen. Die Ausstellung mit einem Wert von über 5 Millionen Euro zeigt die verwunschene Welt des Pharao – sein goldenes Grab.

„Die gezeigten Grabkammern und Schätze sind in ihrer Vollständigkeit nirgendwo sonst in der Welt zu sehen – nicht einmal in Ägypten“, so die Veranstalter.

Der Sarkophag, Schreine, Amulette, Statuen, Geschmeide und Schmuck – die Besucher sind fast geblendet von dem goldenen Glanz.

Gleichzeitig ist die Ausstellung eine Reise in die Vergangenheit, denn die Besucher sehen die Exponate genau so, wie der Archäologe Howard Carter sie 1922 in der Grabkammer entdeckte.

„Ich sehe wunderbare Dinge“, soll der britische Forscher gesagt haben, nachdem er im Tal der Könige ein Loch in den Zugang des Grabs Tutanchamuns geschlagen hatte.

Vermutlich als erster Mensch seit etwa 3300 Jahren erblickte Carter im Schein einer Kerze Grabbeigaben von unermesslichem Wert, die dem toten Pharao mitgegeben wurden, als er im Jahr 1323 vor Christus als 19-Jähriger starb.

Die Original-Grabbeigaben werden zum größten Teil im Ägyptischen Museum in Kairo aufbewahrt. Dazu gehört auch eine goldene Totenmaske von Tutanchamun, die nach Angaben der Ausstellungsmacher nicht mehr verliehen wird. Doch auch in Kairo sind nicht alle Grabbeigaben zu besichtigen, viele Stücke lagern in Kisten im Keller.

Die Nachbildungen für die Ausstellung wurden von ägyptischen Kunsthandwerkern „in einer Kombination aus überlieferten Techniken und modernen Herstellungsverfahren“ rekonstruiert worden, so ein Ausstellungssprecher.

Ab dem 1. Oktober ist die Schau in Hamburg zu sehen.