Gross-Razzia in England Al-Qaida-Terror an Ostern geplant
Zwölf Verdächtige festgenommen

Großbritannien kämpft gegen den Terror! Bei einer Blitz-Razzia im Nordwesten Englands nahmen Spezialeinheiten zwölf Terror-Verdächtige fest. Grund: Al-Qaida soll mehrere Terror-Anschläge an Ostern geplant haben. Mögliche Ziele: Fußballstadien, ein Einkaufscenter in Manchester und ein Nachtclub, in dem auch Fußballstars wie Ronaldo regelmäßig zu Gast sind.

Die größte britische Anti-Terror-Aktion seit den vereitelten Terror-Anschlägen im Juni 2007 – mehr als 200 Polizisten waren im Einsatz. Sie durchsuchten Gebäude in Liverpool, Manchester und Clitheroe.

Elf der zwölf Festgenommenen sind Pakistani, zehn von ihnen halten sich mit einem Studentenvisum in Großbritannien auf. Sie sind zwischen 15 und 41 Jahren alt. Die Identität des zwölften Verdächtigen ist noch nicht bekannt.

Die Polizei-Razzia soll von langer Hand geplant gewesen sein, musste aber vorgezogen werden. Grund: Die peinliche Panne von Scotland Yards Anti-Terror-Chef Bob Quick. Der Beamte ließ sich mit Geheimunterlagen in der Hand fotografieren, darauf waren die Namen der Verdächtigen zu lesen. Quick ist inzwischen zurückgetreten.

Großbritanniens Premierminister Gordon Brown hatte erklärt, die Ermittlungen konzentrierten sich auch auf Pakistan. Er forderte das Land auf, im Kampf gegen den Terror zu helfen.

Der pakistanische Hochkommissar in Großbritannien, der höchste Diplomat in einem Commonwealth-Land, Wajid Shamsul Hasan, erklärte hingegen, sein Land tue genug. „Jeden Tag“ würden Leute in Anti-Terror-Razzien festgenommen. Großbritannien müsste dagegen sein Visa-System besser prüfen.

Nach Angaben der Zeitung „The Times“ stammen mehrere der Festgenommenen aus der unruhigen pakistanischen Nordwestprovinz an der Grenze zu Afghanistan.