+++ Krisenticker +++ Dax auf Berg- und Talfahrt
Kartellamt untersucht Strompreis-Politik +++ Sony Ericsson streicht 2000 Stellen +++ AIG verkauft Autoversicherer-Sparte

TOPMELDUNG – Dax stabil über 4600 Punkten: Überraschend positive Geschäftszahlen der beiden US-Konzerne Citigroup und General Electric (GE) haben den europäischen Aktienmärkten am Freitag Auftrieb gegeben. Der Dax baute seine Anfangsgewinne aus und stieg um 1,25 Prozent auf 4667 Punkte. Der EuroStoxx50 der größten Börsengesellschaften aus der Euro-Zone legte sogar 1,4 Prozent auf 2333 Zähler zu.

TOPMELDUNG 2 – Bundeskartellamt untersucht Strompreis-Politik: Das Bundeskartellamt nimmt die Preisgestaltung der Stromversorger unter die Lupe. Wie die „Financial Times Deutschland“ (FTD) berichtet, müssen die 60 größten Unternehmen der Branche der Behörde bis Anfang Mai in umfangreichen Fragebögen Auskunft über ihre Preispolitik erteilen.

12.49 Uhr – Citgroup macht weniger Verlust: Die zu den größten Verlierern der Finanzkrisezählende US-Großbank Citigroup hat mit erneut roten Zahlen ihren sechsten Quartalsverlust in Folge erlitten. Allerdings fiel das Minus deutlich geringer als von Experten erwartet aus. In den ersten drei Monaten des Jahres lag der Verlust unter dem Strich bei 966 Millionen Dollar (733 Mio Euro). Ein Jahr zuvor lag das Minus noch bei 5,1 Milliarden Dollar.

12.20 Uhr – Windenergie-Branche spürt keine Flaute: Während viele Industrieunternehmen über die restriktive Kreditvergabe der Banken klagen, ist bei Windanlagenherstellern in Deutschland von Flaute keine Spur. Teure Windräder werden trotz der Krise weiterfinanziert, für die Hersteller sind zweistellige Wachstumsraten nach wie vor die Norm.

10.46 Uhr – Toshibo meldet Rekordverlust: Nach dem höchsten Verlust in der Firmengeschichte verschärft der japanische Chiphersteller Toshiba seinen Sparkurs. Das Unternehmen kündigte an, binnen Jahresfrist in Japan weitere 3900 Stellen von Leitarbeitern zu streichen. In der Vergangenheit hatte Toshiba bereits den Abbau von 4500 Leiharbeiter-Jobs angekündigt.

9.38 Uhr – Preis für OPEC-Öl gestiegen: Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist erneut leicht gestiegen. Nach Berechnung des OPEC-Sekretariats kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag 51,55 US-Dollar und damit 38 Cent mehr als am Mittwoch. Die OPEC berechnet ihren täglichen Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

9.17 Uhr – Rekord-Export in Rheinland-Pfalz: Der rheinland-pfälzische Export hat im vergangenen Jahr trotz des konjunkturellen Einbruchs im Schlussquartal ein Rekordergebnis erzielt. Der Wert der Ausfuhren belief sich im Gesamtjahr auf 45 Milliarden Euro – das waren10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilte.

9.08 Uhr – Google-Umsatz schrumpft: Die Einnahmen des Internetgiganten Google sind erstmals in seiner Unternehmensgeschichte gesunken. Der Umsatz schrumpfte im ersten Quartal des Jahres im Vergleich zum letzten Quartal 2008 um drei Prozent, wie das Unternehmen mitteilte.

8.51 Uhr – Sony Ericsson streicht 2000 Stellen: Der Handy-Hersteller Sony Ericsson verdoppelt nach einem dramatischen Absatzeinbruch und roten Zahlen zu Jahresbeginn seine Sparanstrengungen. 2000 weitere Mitarbeiter müssten gehen, teilte das Gemeinschaftsunternehmen des japanischen Elektronikkonzerns Sony und des schwedischen Telekomausrüsters Ericsson in London mit.

7.53 Uhr – Euro sinkt: Der Euro ist am Freitag zeitweise unter die Marke von 1,31 US-Dollar gesunken. Die Gemeinschaftswährung rutschte bis auf 1,3065 Dollar ab, bevor sie sich im frühen Handel wieder leicht auf 1,3101 Dollar erholte. Ein Dollar war damit 0,7637 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,3196 (Mittwoch: 1,3173) Dollar festgesetzt.

6.45 Uhr – Bund plant Einstieg in Kreditversicherungen: Die Bundesregierung plant offenbar den Einstieg in den milliardenschweren Markt für Kreditversicherungen. Das geht aus einem Schreiben von Wirtschaftsstaatssekretär Walther Otremba hervor, das dem „Handelsblatt“ vorliegt. Auslöser für das Engagement des Staates sei das stark zurückgegangene Geschäft der großen Kreditversicherer in Deutschland, das innerhalb von vier Monaten um 23 Milliarden Euro eingebrochen sei, rund neun Prozent des Gesamtvolumens.

5.50 Uhr – AIG verkauft Autoversicherer-Sparte: Der angeschlagene Versicherer AIG verkauft seine Sparte für US-Autoversicherungen für 1,9 Milliarden Dollar an den Schweizer Rivalen Zurich Financial Services. Die Veräußerung der Sparte 21st Century Insurance an Zurichs Tochterfirma Farmers Group ist der bisher umfangreichste Versuch von AIG, an dringend benötigtes Kapital zu kommen, seit der US-Konzern im September von der Regierung vor dem Kollaps bewahrt werden musste.

4.36 Uhr – Japan-Börse tendiert fest: Die Börse in Tokio hat am Freitagvormittag deutlich zugelegt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stieg bis zur Handelsmitte um 194,29 Punkte (2,22 Prozent) auf den Zwischenstand von 8949,55 Punkten. Der breit gefasste TOPIX legte bis dahin um15,04 Punkte (1,81 Prozent) auf den Stand von 847,08 Punkten zu.