Gestern feierte Altkanzler Gerhard Schröder seinen 65. Geburtstag nach Eine Über-Doris Glück
Schröders Ehefrau organisierte das Fest mit 200 Top-Gästen

„Ich denke schon, dass ich keinen Grund habe, mich über mein Leben zu beklagen.“ Gerhard Schröder

Wer das auf dem fortgeschrittenen Weg seines Lebens behaupten kann, der muss ein glücklicher Mensch sein. Aber das ist der Altkanzler offensichtlich auch. Deshalb feierte Gerhard Schröder gestern ein großes Fest. Er ist 65 geworden.

Den eigentlichen Jubeltag am 7. April verbrachte er nur mit seiner Familie. Gestern ging es dafür hoch her. Rund 200 Gäste hatte Schröder ins exklusive „Seefugium“, ein Tagungshotel im Norden Hannovers (pro Nacht 130 Euro), eingeladen.

Organisiert hatte die Feier Schröders Frau Doris, die Wert auf die Feststellung legt: „Mein Mann ist nicht mehr Kanzler. Deshalb ist es eine ganz private Feier. Selbstverständlich auch von uns bezahlt.“

Die „kleine“ Nach-Feier erreichte locker die Ausmaße eines Staatsbesuchs. An die 100 Sicherheitskräfte der Polizeidirektion Hannover riegelten die Straßen um das „Seefugium“ ab (liegt am idyllischen See inmitten des Landschaftsschutzgebiets Isernhagen-Süd). Da war es natürlich praktisch, dass der Inhaber des „Seefugiums“ ein echter Schröder-Fan ist: AWD-Boss Carsten Maschmeyer. Er kam in Begleitung seiner neuen Freundin Veronica Ferres.

Die Gästeliste war ein buntes „Who is Who“ aus Politik, Showbiz und Wirtschaft: Sogar der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan reiste an, umgeben von muskulösen Männern mit Knopf im Ohr (begleitet von einer Eskorte von zehn Fahrzeugen) und umarmte seinen Freund Gerhard herzlichst. Auch Nina Ruge und Linde-Boss Wolfgang Reizle feierten mit und der gefeuerte Bahn-Boss Hartmut Mehdorn. Und natürlich SPD-Minister wie Heidemarie Wieczorek-Zeul, Peer Steinbrück . . .

Was Außenminister Frank-Walter Steinmeier dem Jubilar wünschte, fiel eigentlich ins Ressort seiner Kollegin Ulla Schmidt (ebenfalls anwesend), Steinmeier: „Bleib gesund und tatendurstig. Wir brauchen dich!“ Dazu überreichte Steinmeier die passende Medizin – eine Magnumflasche Opus One, ein feiner Rotwein aus den USA. Außerdem lud er die Schröders zum gemeinsamen Krabbenessen nach Borkum ein.

Ein originelles Geschenk hatte auch der Sänger von Schröders Lieblingsband „Scorpions“ dabei. Klaus Meine, der „weiterhin viel Gesundheit für all die Aufgaben, die vor ihm liegen, mehr Zeit für seine Familie und Muße für seine große Kunstleidenschaft“ wünschte. Meine: „Er liebt Poesie von Rainer Maria Rilke (1875–1926) und bekommt von mir einen besonderen Gedichtband.“

Vielleicht ist ja auch das frühe Rilke-Gedicht über „Die armen Worte“ dabei:

Die armen Worte, die im Alltag darben, die unscheinbaren Worte, lieb ich so.

Aus meinen Festen schenk ich ihnen Farben, da lächeln sie und werden langsam froh.“