Betrug mit der Abwrackprämie! Politiker fordern Razzien auf Schrottplätzen

Der Betrug mit der Abwrackprämie sorgt für Empörung in der Politik! Die Oppositionsparteien FDP und Grüne werfen der Bundesregierung Schlamperei vor. Gleichzeitig fordern Politiker die Regierung auf, Razzien in Häfen und auf Schrottplätzen durchzuführen. Damit soll der Schrott-Mafia das Handwerk gelegt werden.

Grünen-Fraktionsvize Christine Scheel zu BILD.de: „Die Regierung hat geschlampt, es gibt offenbar Lücken im Gesetz! Sie muss sofort für massive Kontrollen in Häfen und auf Schrottplätzen sorgen.“ Scheel verlangte außerdem harte Strafen für Betrüger.

Laut Kripoverband BDK sind in den vergangenen Wochen mindestens 500 alte Autos, die mit Abwrackprämie verschrottet werden sollten, von Deutschland aus illegal nach Afrika weiterverkauft worden. Der BDK spricht von „professionellen Betrügern“.

Kosten für den Steuerzahler: mindestens 1,25 Millionen Euro!

Nach BILD.de-Informationen dürfte die Zahl der weiterverkauften Autos jedoch schon weit über 1000 liegen.

Wie aus Branchenkreisen zu hören ist, werden viele abgewrackte Fahrzeuge in europäische Nachbarländer geschafft, von dort (z. B. Rotterdam) nach Afrika verschifft.

Angesichts der Zahlen mahnt auch der FDP-Verkehrsexperte Patrick Döring scharfe Kontrollen an. „Blitzschnell haben sich kriminelle Strukturen um das unsinnige Fördermittel Abwrackprämie gebildet. Die Regierung muss sicherstellen, dass die alten Fahrzeuge wirklich vom Markt verschwinden“, sagte Döring zu BILD.de.

Bei den Fällen handele es sich um zweifachen Betrug: zum einen am Steuerzahler, der die Abwrackprämie zahlen müsse, zum zweiten am Vorbesitzer des Altautos, der den Wagen verschrotten wollte.

Döring empört: „Die Betrüger müssen hart bestraft werden, weil es sich um Doppelbetrug handelt.“