+++ Krisenticker +++ Eon-Chef Bernotat gibt auf
Dax schafft Sprung ins Plus - BMW macht Verlust +++ GM will Aktien zusammenlegen +++ Dollar legt zu +++ Ölpreis sinkt

TOPMELDUNG – Bernotat gibt E.ON-Chefsessel 2010 auf: Beim größten deutschen Energieversorger E.ON bahnt sich mitten in der Konjunkturkrise ein Führungswechsel an: E.ON-Chef Wulf Bernotat wird den Chefsessel im Mai 2010 räumen. Der 61-jährigeManager sagte am Mittwoch bei der Hauptversammlung des Energieriesen in Essen, er stehe für eine Verlängerung seines in zwölf Monaten auslaufenden Vertrages nicht zur Verfügung.

TOPMELDUNG – Dax schafft Sprung ins Plus: Konjunkturdaten und freundlich aufgenommene Unternehmenszahlen haben am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch für Kauflaune gesorgt. Mit einem Plus von 0,57 Prozent auf 4880,71 Punkteschloss der DAX allerdings ein gutes Stück unterhalb seines Tageshochs. Der MDAX der mittelgroßen Werte knüpfte mit ein einem Aufschlag von 1,97 Prozent auf 5908,31 Punkte an die positive Entwicklung der vergangenen Tage an. Gleiches galt für den Technologiewerte-Index TecDAX, der mit einem Zuwachs von 0,83 Prozent auf 631,04 Punkte aus dem Handel ging.

TOPMELDUNG – Stress-Test deckt Milliardenlücke bei Bank of America auf: Die US-Finanzaufsicht sieht bei der Bank of America eine riesige Kapitallücke von rund 35 Milliarden Dollar. Das sei das Ergebnis des von der US-Notenbank Federal Reserve durchgeführten Belastungstests, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen. Die offizielle Veröffentlichung der Ergebnisse der sogenannten Stress-Tests bei 19 größten US-Banken wird nach US-Börsenschluss am Donnerstag erwartet.

12.40 Uhr – Dyckerhoff rutsch in rote Zahlen: Der Baustoffhersteller Dyckerhoff ist im ersten Quartal 2009 in die Verlustzone gerutscht. Der Konzern wies ein Minus von 26 Millionen Euro aus, nach einem Plus von 40 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

12.33 Uhr – Bund sichert sich 45 Prozent an HRE: Der Bund hat sich an der Hypo Real Estate (HRE) mit seinem Übernahmeangebot einen Anteil von rund 45 Prozent gesichert.

12.05 Uhr – Krise bremst Airbus aus: Der Flugzeugbauer Airbus wird statt der einst geplanten 21 Maschinen in diesem Jahr nur 14 Maschinen vom Typ A380 ausliefern. Im Januar hatte das europäische Unternehmen sein Ziel zuletzt auf 18 Auslieferungen zurückgeschraubt, weil die Serienfertigung noch nicht reibungslos funktionierte.

11.45 Uhr – Easyjet in roten Zahlen: Hohe Kerosinpreise haben Europas zweitgrößten Billigflieger Easyjet in tiefrote Zahlen fliegen lassen. Die britische Fluggesellschaft verzeichnete in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/2009 ein Minus von fast 130 Millionen Pfund (147 Millionen Euro), nachdem die Treibstoffkosten um 90 Millionen Pfund gestiegen waren.

11.29 Uhr – Umsatzeinbruch bei Würth: Der Montagetechnik-Spezialist Würth hat im ersten Quartal 2009 deutlich an Umsatz verloren. Die Erlöse lagen bei knapp 1,9 Milliarden Euro und damit 16 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert.

10.24 Uhr – Gewinneinbruch bei Walt Disney: Die Wirtschaftskrise schlägt durch: Im Ende März beendeten Quartal verzeichnete Disney einen Gewinneinbruch um 46 Prozent auf 613 Millionen Dollar. Der Umsatz gab 7 Prozent auf 8,09 Milliarden Dollar nach.

9.16 Uhr – Weniger Kaffee-Umsatz in Brasilien: Die Finanzkrise und der Preisverfall bei den Rohstoffen hat die Kaffee-Einnahmen Brasiliens stark zurückgehen lassen. Der weltgrößte Kaffee-Exporteur nahm in den ersten vier Monaten des Jahres rund 1,3 Milliarden Dollar (rund eine Milliarde Euro) ein, wie der brasilianische Kaffee-Exportverband Cecafé mitteilte. Das waren neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

9.07 Uhr – Gewinneinbruch bei Total: Der französische Ölkonzern Total wird von der Konjunkturkrise voll getroffen und muss für das erste Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch verbuchen. Der bereinigte Überschuss brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 Prozent auf 2,11 Milliarden Euro ein. Der Umsatz rutschte von 38,71 auf 30,04 Milliarden Euro.

9.01 Uhr – BMW macht Verlust: Der Autobauer BMW ist im ersten Quartal wegen der Absatzkrise am Automarkt erneut in die roten Zahlen gefahren. Unterm Strich fiel zwischen Januar und Ende März ein Verlust von 152 Millionen Euro an, wie das Unternehmen in München mitteilte.

8.46 Uhr Uhr – Ölpreis sinkt: Die Ölpreise sind am Mittwoch leicht gesunken. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Juni 53,70 US-Dollar und damit 14 Cent weniger als am Vortag.

7.34 Uhr – Streik bei Federal Mogul: Die Beschäftigten des Autozulieferers Federal Mogul in Wiesbaden befinden sich wegen geplanter Entlassungen im Streik. Nachdem die Nachtschicht gegen vier Uhr früh in einen zweistündigen Warnstreik getreten sei, habe mit der Frühschicht um sechs Uhr der unbefristete Streik begonnen, berichtete der Bevollmächtigte der IG Metall Frankfurt-Wiesbaden, Michael Erhardt.

7.33 Uhr – Gewinneinbruch bei Henkel: Der weltweit führende Klebstoffhersteller Henkel ist mit einem Gewinneinbruch in das neue Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal 2009 brach der Konzernüberschuss um fast 46 Prozent auf 121 Millionen Euro kräftig ein.

7.32 Uhr – Umsatzeinbruch bei der Post: Die Deutsche Post hat im ersten Quartal 2009 einen Umsatzeinbruch erlitten, sieht aber die Talsohle erreicht. Im ersten Quartal brach der Umsatz von 15,75 auf 11,5 Milliarden Euro ein. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern fiel von 539 auf 27 Millionen Euro.

3.32 Uhr – GM plant Aktienzusammenlegung: Der angeschlagene US-Autohersteller General Motors plant eine Aktienzusammenlegung. Aktionären soll für je 100 Aktien ein Anteil gegeben werden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Detroit mit. Dies gehöre zu einer Vereinbarung mit dem US-Finanzministerium, nach der die Regierung mindestens die Hälfte der Unternehmensschulden im Gegenzug für GM-Aktien übernehmen soll.

2.12 Uhr – Dollar legt zu: Der Dollar hat im fernöstlichen Handel zum Euro leicht zugelegt. Die europäische Einheitswährung sank auf 1,3302 Dollar von 1,3324 Dollar im späten US-Handel. Devisenhändler begründeten den Dollar-Anstieg zum Euro mit Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Dieser hatte zuvor Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Bankenkrise gestützt.