Nach der Entscheidung über das Aus für die Produktion der C-Klasse im Traditionswerk Sindelfingen hat Daimler-Chef Dieter Zetsche den betroffenen Mitarbeitern gegenüber ein Arbeitsplatzgarantie abgegeben. "Niemand im Werk Sindelfingen wird durch die Entscheidung zur C-Klasse seine Arbeit verlieren", erklärte Zetsche nach einer Betriebsversammlung. Mit dem Ende der Produktion der C-Klasse in Sindelfingen bis 2014 wolle Daimler für 2000 betroffene Beschäftigte neue Arbeitsplätze im Unternehmen gefunden haben - und damit für 200 mehr als bisher angekündigt.

Nach Angaben der IG Metall bauen insgesamt 4500 Mitarbeiter in Sindelfingen die C-Klasse. Daimler hatte vergangene Woche angekündigt, die Produktion seines meistverkauften Modells nach Bremen und teils auch in die USA verlagern zu wollen. Dabei hatte das Unternehmen bislang noch keine Lösung für 1800 Mitarbeiter. Die übrigen Beschäftigten sollten demnach künftig den Sportwagen SL bauen, den Sindelfingen im Gegenzug für das Aus der C-Klasse bekommt. Zetsche kündigte auch an, die nächste Generation der E- und S-Klasse werde "definitiv" in Sindelfingen gebaut.

Die Geschäfte liefen für den Konzern im November wieder besser: Daimler habe 19,1 Prozent mehr Autos der Marke Mercedes-Benz verkauft als im Vorjahresmonat, teilte der Konzern mit. Insgesamt seien 88.600 Fahrzeuge abgesetzt worden. In Shanghai kündigte Daimler an, in China künftig als Sponsor für das neue Sportstadion der Millionen-Metropole aufzutreten. Daimler werde ab 2011 die dortige Mercedes-Benz-Arena mit 18.000 Sitzplätzen unterstützen, sagte Daimlers China-Chef Klaus Maier.