Stadt gibt nur 500 000 Euro Kredit Arminia vor dem Aus
2,35-Mio-Loch bleibt +++ Nur die Wirtschaft kann den Klub noch retten


War das der endgültige Sargnagel für Arminia?

Um 18.01 Uhr entschied der Bielefelder Stadtrat gestern: Der Klub bekommt nur 500 000 Euro Kredit. Zu wenig! Denn jetzt müssen bis zum DFL-Stichtag am Mittwoch weitere 2,35 Mio Euro aufgetrieben werden. Ansonsten droht die Insolvenz und der Zwangs-Abstieg in die 5. Liga.

Arminia vor dem AUS!

Dabei fing der dramatische Tag eigentlich ganz gut an: Das Land hatte dem Klub für ein Jahr die Stadion-Raten erlassen: Das spart rund 2 Mio Euro! Fehlen also noch 2,85 Mio Euro...

Dann die Drei-Stunden-Debatte im Stadtrat! OB Pit Clausen kämpft entschlossen für die Arminia-Rettung. ABER: Nur die SPD stimmt für einen 1,85-Mio-Kredit von der Stadt! Der Antrag wird von CDU, Grünen, FDP, Linke, BfB und Bürgernähe abgeschmettert (19 Ja-Stimmen, 41 Nein-Stimmen)! Stattdessen gibt’s nur 500 000 Euro. Der SPD-Landtagsabgeordnete Günter Garbrecht: „Das reicht gerade für die Beerdigungskosten.“

Jetzt kann also nur noch die Wirtschaft Arminia retten. Bis Mittwoch, 15.30 Uhr, muss irgendwie Kohle her. Aber von wem?

Von Pudding- und Pizza-König Dr. Oetker gibt’s nix weiter! Pressesprecher Jörg Schillinger: „Wir stehen zu unserem Wort und helfen der Jugend. Mehr wird von uns nicht kommen.“

Auch Mode-Unternehmer Gerry Weber winkt ab: „Ich bin enttäuscht von der Stadt, dass man so einen Imageträger im Regen stehen lässt. Aber ich habe meinen Beitrag geleistet.“ Ist da denn gar nix mehr zu machen? Weber weiter: „Die Drähte glühen. Ich habe dem Klub Kontakte zu anderen Unternehmen hergestellt und bin guter Hoffnung.“

Weiterer Hammer: Der designierte Arminia-Präsident Wolfgang Brinkmann (65) muss entweder als Stadtwerke-Geschäftsführer aufhören oder darf sein Amt beim Klub nicht antreten. Dies machten CDU, Linke und Bürgernähe zur Bedingung für den 500000-Euro-Kredit.

Das Chaos in Bielefeld geht immer weiter...