Punkte falsch gezählt +++ Betreuer prügeln sich Sylvesters Skandal-Kampf


Schummelverdacht, Schlägerei & Chaos. Bei diesem WM-Kampf waren wirklich alle bekloppt!

IBF-Weltmeister Sebastian Sylvester (29) verteidigte in Neubrandenburg durch ein umstrittenes Unentschieden gegen den Russen Roman Karmazin (37) seinen Titel im Mittelgewicht. 3,31 Mio Zuschauer sahen den Fight in der ARD. Und wunderten sich...

Sylvester und Karmazin lieferten sich einen ausgeglichenen Kampf. Nicht für die beiden US-Punktrichter: Matthew Podgorski wertete den Kampf 111:117 GEGEN Sylvester, John Duke Lawson 118:111 FÜR Sylvester. ARD-Experte Henry Maske: „Unheimlich krass.“

Punktrichter Pasquale Procopio (Kanada) lag mit 114:114 richtig. Doch das Ergebnis kam erst beim Nachzählen zustande. IBF-Verbandsboss Peter Wilkens (USA) hatte erst 113:114 gegen Sylvester gerechnet.

So ein Ergebnis kann es aber gar nicht geben. Denn für eine gewonnene Runde kriegt der Boxer 10 Punkte, für eine verlorene 9. Ringsprecher Roman Roell bemerkte den Fehler.

Wut beim Karmazin-Clan nach dem Zähl-Chaos. Ein Betreuer vermutet Betrug, fotografiert die Punktzettel. Er wird von Sauerland-Manager Hagen Doering in den Schwitzkasten genommen.

Sylvester erleichtert: „Ich war nach hinten raus aktiver. Ich fühle mich als Sieger.“

Karmazin sauer: „In Deutschland kann man enge Kämpfe nur durch K.o. gewinnen.“

Promoter Kalle Sauerland weist Schummelvorwürfe zurück: „Es ging hundertprozentig alles korrekt zu.“

Das Sauerland-Lager zieht trotzdem Konsequenzen aus dem Chaos.

Doering: „Solche Punktrichter wollen wir nicht wiedersehen. Wir schreiben einen Protestbrief an den Weltverband.“