Revolution am Himmel Lufthansa will Flüge streichen – aber SMS an Bord erlauben

Erst Air Berlin, jetzt die Lufthansa...

Deutschlands größte Fluglinie will Flüge und Strecken streichen – aber künftig auch SMS an Bord erlauben. Eine kleine Revolution an Himmel!

„Wir nehmen einen Teil der zusätzlich vorgesehenen Kapazität aus der Planung, indem wir Frequenzen reduzieren, einzelne Verbindungen streichen, kleinere Flugzeuge einsetzen“, sagte Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr der „Süddeutschen Zeitung“.

„Man muss solche Entscheidungen früh treffen, anstatt mit leeren Flugzeugen in der Krise hinterher zu fliegen“, fügte er hinzu.

Welche Strecken die Lufthansa auf ihre Streichliste setzt ist bislang nicht bekannt.

TELEFONIEREN NEIN – SMS MÖGLICH

Spohr kündigte auch an, dass künftig der Versand von SMS-Nachrichten im Flugzeug erlaubt sei könnte.

„Möglicherweise werden wir den Versand und Empfang von SMS an Bord erlauben. Das könnten wir technisch ermöglichen, ohne damit gleichzeitig das Telefonieren zuzulassen“, sagte Spohr.

Telefonieren soll in Lufthansa-Maschinen weiterhin verboten sein: „Die Passagiere schätzen es, dass es an Bord einen Ort der Ruhe gibt.“ Auf den Kurzstrecken in Deutschland und Europa soll den Gästen ein individuelles Unterhaltungsprogramm angeboten werden. Pilotversuche in Airbus- und Boeing-Maschinen sind bereits geplant.

TRÜBE AUSSICHTEN

Lufthansa hatte gerade seine Prognose für 2011 reduziert.

Der Konzern rechnet laut Spohr jetzt mit einem Wachstum von vier Prozent, das ist nur noch ein Drittel der ursprünglichen Planung.

SUPERFLIEGER KOMMT ZUM EINSATZ

Ab Dezember will die Lufthansa erstmalig einen Airbus A380 auf der lukrativen Strecke von München nach New York einsetzen.

Zudem soll es von Düsseldorf aus ab Sommer 2012 erstmals an Verbindungen nach Asien geben, nach Neu Delhi und Tokio.