Eine grausame Geschichte aus Teheran Irans Romeo und Julia – Selbstmord nach Gefängnis

Es ist eine Geschichte wie aus einer anderen Zeit, doch sie soll in unserer Gegenwart passiert sein!

Die britische „Daily Mail“ berichtet:

Ein junges Liebespaar hat sich das Leben genommen, weil das Land, in dem es lebt, nicht zu ertragen ist. Der Student Behnam Ganji (22) und seine Freundin Nahal Sahabi (28) – ein Fall von „Romeo und Julia“ im Iran.

Teheran, am 31. Juli 2011: Der Geheimdienst stürmt eine Wohnung in der iranischen Hauptstadt. Dort lebt der Regime-Kritiker Koohyar Goudarzi (26), der nach der „Grünen Revolte“ 2009 gegen Präsident Mahmud Ahmadinedschad ein Jahr im Gefängnis saß. Auch danach wollte er nicht schweigen, protestierte weiter gegen das unmenschliche System.

Nicht nur ihn nahmen die Polizisten an diesem Tag mit, sondern auch seinen Mitbewohner Behnam Ganji (22). Acht Tage saß Ganji im Gefängnis, wurde dann auf Kaution freigelassen. Auch Ganjis Freundin, die Kindergärtnerin Nahal, wurde verhaftet, wurde drei Tage im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten.

Als die iranischen Polizisten Behnam Ganji laufen ließen, soll er ein gebrochener Mann gewesen sein, berichten Freunde der Londoner „Times“. Gefängniswärter hätten Ganji und seinen Mitbewohner Goudarzi vergewaltigt, so ein Freund des Iraners.

Koohyar Goudarzi gilt als vermisst.

Wenige Tage nach seiner Freilassung brachte sich Behnam Ganji um. Überdosis. Seine Freundin, die ebenfalls unter den Trauma der Haft litt, konnte seinen Tod nicht verschmerzen. „Komm, Behnam, lass uns noch einmal am Donnerstag tanzen“, schrieb sie nach dessen Tod in ihrem Blog. Kurz danach nahm auch die schöne Iranerin eine Überdosis. Sie wurde tot im Hause ihrer Eltern in Teheran aufgefunden.

Ein gemeinsamer Freund zur britischen „Daily Mail“: „Jeder kann sich mit dieser Geschichte identifizieren. Das könnte jedem Iraner passieren. Hier ist niemand sicher.“