Das verrückte Leben des Bier-Millionärs Bruno Schubert († 90) Mit Bernhard Grzimek badete er nackt im Main

Frankfurt – Der bizarre Streit um das Erbe von Bierkönig Bruno Schubert († 90) ist beendet: Seine junge Witwe Meharit (28) erbt alles. Offen bleibt, wie viel sie am Ende bekommt. Denn der tote Millionär gab sein Geld mit beiden Händen aus. Was übrig bleibt, könnte nun das Finanzamt holen.

Schöne Frauen, rauschende Feste, Steuerschulden – das verrückte Leben von Bruno H. Schubert!

Geboren als erster Sohn eines Brauereibesitzers machte er nach dem Zweiten Weltkrieg ein Millionen-Unternehmen aus der Frankfurter Brauerei „Henninger Bräu“, verkaufte sie 1979 für geschätzte 150 Millionen Mark. Einen ausschweifenden Lebensstil pflegte er bereits zuvor.

SEINE FESTE

Täglich lud Schubert Manager, Politiker, Künstler und Bankchefs zum Essen in seine Villa mit riesigem Park ein. Die Gäste wurden mit Champagner begrüßt, ihre Fahrer in einer nahen Pizzeria auf Schuberts Kosten bewirtet.

Zu den Freunden und Gästen zählten unter anderem Ex-Außenminister Genscher und Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth.

Mit Tierfilm-Legende Bernhard Grzimek verband Schubert eine tiefe Freundschaft. Sie kannten sich seit 1945, der Bierkönig lud den damaligen Direktor des Frankfurter Zoos zu einer seiner Abendgesellschaften ein.

Krönender Abschluss des Festes: Grzimek und Schubert sprangen aus einer Feierlaune heraus nackt in den Main! Schuberts erste Frau Inge, ebenfalls nackt, badete mit.

Schubert: „Als wir herauskamen, hat uns die Militärpolizei aufgegriffen. Es war ja längst ‚curfew‘, Ausgangssperre, und so mussten wir mit auf die Wache.“ Nach Ermahnungen durften sie gehen.

SEINE FRAUEN

Neben Ehefrau Inge (68 Ehejahre), die bis zu ihrem Tod 2010 auf einem 10-Mio.-Anwesen lebte, hatte der Bier-Millionär immer noch einige Geliebte.

Seiner Herzensdame gab er eine Blanko-Kreditkarte, mit der sie hemmungslos einkaufen durfte.

SEIN GELD

Bruno Schubert war großzügig, verlieh Geld – das er dann oft nicht wiedersah. Legendär seine Geschenke an das russische Playmate Svetlana (29): Sie bekam einen Porsche, ein Einfamilienhaus für ihre Eltern und – als Abschiedsgeschenk – eine Villa bei Salzburg für 1,2 Mio. Euro.

SEIN ERBE

Seit dem mysteriösen Tod von Bruno Schubert vor einem Jahr stritten sich seine Witwe Meharit (28) und sein Sohn Hanns Peter Nerger (64) um das Erbe des Bierkönigs. Donnerstag die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt: Meharit bekommt alles.

Wie viel sie von Schuberts Millionen später tatsächlich zur Verfügung hat, ist allerdings unklar.

Nach BILD-Informationen bleiben nach Abzug aller noch offenen Rechnungen zwar mehr als elf Millionen Euro – da Schubert jahrelang viel zu wenig Steuern in Deutschland gezahlt haben soll, könnte das Finanzamt jetzt aber zuschlagen.

Möglicherweise fordert es sogar deutlich mehr als diese 11 Millionen Euro. Am Ende ist das Erbe also vermutlich kein Schatz – sondern möglicherweise ein Schuldenhaufen!