Berufungsverfahren
Freundin Messer in Hals gerammt: 15 Jahre Haft


30-Jähriger hatte Lebensgefährtin nach Beziehungsstreit in den Hals gestochen

15 Jahre Gefängnis und das ohne Bewährung. So lautet das Urteil, das die Berufungsrichter am Appellationshof Luxemburg am Dienstag gegen einen 30-jährigen Mann aussprachen, der seine einstige Freundin sehr schwer mit einem Messer verletzt hatte. Damit wurde der Beschuldigte zu einer geringeren Strafe als in erster Instanz verurteilt. Im Januar diesen Jahres waren noch 18 Jahre Haft verhängt worden. Die Berufungsrichter hielten dem Mann nun mildernde Umstände zugute.

Das Urteil lautet allerdings weiterhin auf versuchten Totschlag, schließlich hatte der Mann im April 2012 seiner Lebensgefährtin ein Fleischermesser in den Hals gerammt und die damals 26-Jährige sehr schwer verletzt. Um ein Haar hätte der Angriff tödlich geendet.

Das Opfer hatte zum Zeitpunkt des Übergriffs nichtsahnend auf dem Bett in seiner Schifflinger Wohnung gelegen. Hintergrund der brutalen Attacke war der Umstand, dass die junge Frau dem Beschuldigten zuvor eröffnet hatte, dass sie ihn aufgrund ihrer andauernden Beziehungsprobleme nicht mehr sehen wolle und er die Wohnung verlassen solle.

Das Opfer, das das Messer nach dem Einstich mit eigenen Händen festhielt und in der Folge beruhigend auf den Angreifer einredete, hat es dieser geistesgegenwärtigen Reaktion zu verdanken, dass es die Attacke überlebt hatte.