Berlin
Neue Gerüchte um möglichen Merkel-Rücktritt


In der deutschen Presse wird derzeit eifrig über die Zukunftspläne der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel spekuliert. Die Kanzlerin wolle über ihren eigenen Abgang entscheiden, berichtet das Nachrichtenmagazin"Der Spiegel".

Demnach zufolge, sei Merkel entschlossen als erste deutsche Regierungschefin seit 1949, freiwillig aus dem Amt zu scheiden und nicht auf eine Wahlniederlage oder einen parteiinterne Ablösung zu warten, so der "Spiegel". Das Magazin beruft sich auf mehrere Kabinettsmitglieder und hochrangige Unionspolitiker.

Ungewiss ist, ob Merkel nach ihrer Amtszeit in Berlin einen internationalen Posten anstrebt. In Frage kämen der Posten des UNO-Generalsekretärs und der des EU-Ratspräsidenten. Beide werden Ende 2016 oder Anfang 2017 vakant. „In Brüssel könnten sehr viele sich vorstellen, dass Angela Merkel einmal als Ratspräsidentin ihre Erfahrung und Tatkraft für Europa nutzbar macht. Sie würde auf breite Zustimmung stoßen“, sagte der langjährige CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok dem "Spiegel" gegenüber.

Bereits im Mai hatte das Luxemburger Wort berichtet, dass die deutsche Kanzlerin Nachfolgerin von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon werden möchte. Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert dementierte anschließend die Meldung, „Der Bericht im Luxemburger Wort entbehrt jeder Grundlage“, hieß es damals in einem knappen Standart-Dementi. Seibert schrieb jedoch nicht, Merkel habe kein Interesse an dem Posten.