Gerichtsprozess
Fußgänger tot: Unfallverursacher soll in Haft

Im Prozess um einen tödlichen Unfall im Januar in Luxemburg-Stadt, bei dem der Lehrer Trevor King starb, hat die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von anderthalb Jahren gegen den Unfallverursacher gefordert. Zudem soll der 19-Jährige seinen Führerschein drei Jahre lang abgeben. Das Urteil wird am 23. Oktober gesprochen.

Der junge Mann war an der Kreuzung des Boulevard Grande-Duchesse Charlotte / Avenue du X Septembre über eine rote Ampel gefahren und dort mit einem Auto zusammengestoßen, das bei grün fuhr. Dieses zweite Auto wurde durch die Wucht des Zusammenpralls auf den Bürgersteig geschleudert.

Dabei wurde der 57-jährige Trevor King, der mit seiner Frau darauf wartete, die Kreuzung zu Fuß zu überqueren, zwischen dem Fahrzeug und einem Ampelmast eingeklemmt. King, der als Englischlehrer an der Europaschule unterrichtete, zog sich schwere Verletzungen am Bein zu. Er verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus.

Der Unfall löste in der Folge eine Debatte um die Sicherheit der Fußgänger an dieser Kreuzung aus. Sam Tanson, als Schöffin verantwortlich für den Verkehr, verwies jedoch darauf, dass Fußgänger an diesem Punkt ausreichend sichtbar seien. Der Unfall sei darauf zurückzuführen, dass der 19-jährige Autofahrer die rote Ampel nicht respektiert habe.