Verkehrssituation in Rodange
Schwerlastverkehr ist kommunales Problem

Der Bürgermeister der benachbarten französischen Gemeinde Longlaville ist verärgert über die Petinger: Demnächst will er seine Durchgangsstraße für den Schwerverkehr sperren lassen. Hunderte von Lastern tanken an der N5 auf luxemburgischer Seite und müssen dann durch die französische Ortschaft zurück auf die Autobahn. Im Falle einer Sperrung müsste der ganze Verkehr wieder zurück durch Luxemburg. Warum die Regierung in diesem Dossier nichts unternehmen will, fragen die LSAP-Abgeordneten Roger Negri und Yves Cruchten in einer parlamentarischen Anfrage.

Infrastrukturminister François Bausch stellt in seiner Antwort klar, dass die Gemeinde selber für diese Situation verantwortlich sei. In den 70er Jahren wurde der PAG so formuliert, dass eine Reihe von Tankstellen sich dort niederlassen konnten. Die Gemeindeverantwortlichen gaben grünes Licht. An der Gemeinde sei es nun, auch den Verkehrsfluss so zu regeln, dass ein harmonisches Zusammenleben möglich ist, so Bausch.

Auch der Staat habe schon geholfen: Die Umgehungsstraßen Collectrice du Sud sowie die N31 entlasten das Zentrum von Petingen, Lamadelaine und Rodange. Zudem wurde der Schwerlastverkehr aus der route de Longwy und der route de Luxembourg verbannt.

Das Ministerium sei auch bereit, die vielbefahrene Kreuzung am Ausgang von Rodange umzugestalten, allerdings helfe auf lange Sicht nur der Umzug der Tankstellen. Das Ministerium sei gerne bereit, bei der Suche nach neuen Standorten zu helfen, heißt es weiter.