Fall Kaëna
Darf ein Krankenhaus eine Operation verweigern?


Nach einem Bericht des „Luxemburger Wort“ über das Schicksal der kleinen Kaëna, beschäftigt sich nun auch das Parlament mit dem Fall.

Die neunjährige Französin leidet an einem Hirntumor, der von den Ärzten in ihrem Heimatland als nicht mehr operierbar eingestuft worden war. In französischen Medien wurde berichtet, dass Dr. Charles Teo, ein umstrittener australischer Chirurg, die Patientin in Luxemburg operiert habe.

LW-Informationen zufolge kam es nicht dazu, weil die Direktion des „Centre hospitalier de Luxembourg“ die geplante Operation abgelehnt hatte. Kaëna wurde schließlich am Dienstag in Stuttgart operiert.

Am Abend hatte die Familie über ihre Internetseite den Erfolg der Operation gemeldet. Seitdem gab es keine Neuigkeiten mehr.

In einer parlamentarischen Frage will der CSV-Abgeordnete Jean-Marie Halsdorf nun von der Gesundheitsministerin Lydia Mutsch wissen, nach welchen Kriterien ein Krankenhaus eine Operation verweigern kann. Zudem fragt er, ob Minister in die Entscheidung mit eingebunden waren.