Trump hält Iran-Deal am Leben



US-Präsident Donald Trump kritisierte den Atom-Deal zwischen Amerika und dem Iran bereits im Wahlkampf scharf – jetzt behält er ihn dennoch bei.

Bisher bezeichnete der Republikaner das 2015 unter Barack Obama geschlossene Abkommen als eines der schlechtesten, das die USA je eingegangen sind und drohte es nach Amtsantritt zurückzudrehen.

Nachdem dies bisher nicht geschehen ist, versprach Trump am Freitag zusätzlich noch, dass die Amerikaner - wie im Atom-Deal vereinbart - bis auf weiteres Sanktionen wegen des iranischen Atomprogramms ausgesetzt lassen wollen.

Der Präsident hält damit am Atomabkommen mit der Islamischen Republik fest! Zumindest für weitere 120 Tage.

Das sagte am Freitag ein ranghoher Mitarbeiter des Weißen Hauses in Washington, der aber zugleich betonte: Dies sei „das letzte Mal“.

Trump hält die Vereinbarung für unzureichend, um Teheran am Bau der Atombombe zu hindern.

Das US-Finanzministerium verhängte daher am Freitag erwartungsgemäß weitere Sanktionen, die nicht mit dem Atomprogramm des Irans in Verbindung stehen.
Sie richten sich unter anderem gegen das Raketenprogramm des Landes, gegen die Unterstützung und Finanzierung von internationalem Tourismus und die Verletzung von Menschenrechten, etwa gegen politische Gefangene.

Bild Zeitung