Neue Welle von Betrugs-Anrufen



Am Montag hatten wieder viele Luxemburger Handybesitzer einen Anruf in Abwesenheit auf ihrem Bildschirm - meist von einer nicht europäischen Nummer. Im Zweifelsfalls sollte man nicht zurückrufen, denn es könnte sich um einen sogenannten Ping-Call, eine Betrugsmasche, handeln.

Das Ziel der absichtlich kurzen Anrufe ist, die Angerufenen in eine Kostenfalle zu locken. Denn wer die Nummer zurückruft, landet nicht nur im weit entfernten Ausland, sondern auch auf einer Servicenummer. Die Rückrufe kosten dann oft mehrere Euro pro Minute. Der Betrüger bekommt das Geld, der Anrufer zahlt per Telefonrechnung.

Die Polizei rät deshalb, zur Achtsamkeit bei Anrufen aus dem Ausland. Die Betrugs-Anrufe kommen dabei nicht immer aus exotischen Ländern. Zum Beispiel stammten im vergangenen Dezember viele Ping-Calls aus Belgien.

Angerufenen sollten die Nummern im Mobiltelefon sperren und bei mehrfachen Vorfällen den Provider informieren. Auch sollten die Handybesitzer die Rechnung überprüfen und bei entstandenen Nebenkosten eine Klage bei der Polizei führen.

Ferner soll man sein Handy während des Anrufs nicht ausschalten, oder den Anruf abweisen. Oft agieren die Betrüger nämlich mit Hilfe einer Software. Die erkennt dann, dass die Telefonnummer genutzt wird und ruft einfach später wieder an.

Anders als etwa in Deutschland besteht in Luxemburg keine Gesetzgebung, die es erlaubt, aktiv gegen die betrügerische Masche vorzugehen.

Luxemburger Wort