Bescheidener Weltfuballer
Modric: Ronaldo und Messi sind die Besten




Luka Modric guckte einen Moment lang, als knne er es noch gar nicht fassen. Das ist eine groe Ehre, ein groartiges Gefhl, sagte der Kroate dann grinsend auf der Bhne der Londoner Royal Festival Hall, auf der gerade fast Historisches geschehen war. Nach einem Jahrzehnt Lionel Messi und Cristiano Ronaldo gibt es wieder einen neuen Weltfuballer!

Diese Auszeichnung gehrt nicht mir allein, sondern auch meinen Teamkollegen bei Real Madrid und der Nationalmannschaft, sagte der Vize-Weltmeister, der sich bei der Wahl des Weltverbandes Fifa gegen Ronaldo und den gypter Mohamed Salah durchgesetzt hatte: Ich danke auch meiner Familie, ohne sie wre ich nicht der Spieler, der ich bin.

Will er ab jetzt The Best genannt werden? Nein, ich mchte wie bislang Lukita genannt werden, gab sich der Kroate gegenber spanischen Medien ganz bescheiden und lobte lieber die Konkurrenten: Ich habe die Auszeichnung gewonnen, aber Cristiano und Mohamed sind riesig. Ich habe fr Varane, Cristiano und Griezmann gestimmt.

Zu Messi, der es erstmals seit 2006 nicht in die Top 3 schaffte, sagte Modric: Messi ist einer der Besten, aber man muss seine Leistung dieses Jahr betrachten. Allerdings bedeutet das nicht viel: Messi und Cristiano sind die Besten der Welt und sie gehren auch zu den Besten der Fuball-Geschichte. Ich bedanke mich bei Messi fr seine fnf Punkte.

Modric hatte im vergangenen Jahr mit Real Madrid an der Seite von Ronaldo zum dritten Mal in Folge die Champions League gewonnen. Bei der WM in Russland fhrte er dann Kroatien als Kapitn bis ins Finale, er wurde anschlieend zum besten Spieler der WM-Endrunde gewhlt. Es war eine unglaubliche Saison, die beste meines Lebens, sagte Modric: Ich bin sehr stolz, auf das, was ich in diesem Jahr erreicht habe. Das wird fr immer bleiben.

Das Ende der ra von Messi und Ronaldo hatte sich bereits abgezeichnet. Jeweils fnfmal hatten die Dauerrivalen in den vergangenen zehn Jahren triumphiert, doch in diesem Jahr endete der Zeitraum der Wahl erstmals unmittelbar nach einer WM und dort waren die beiden mit Argentinien und Portugal bereits im Achtelfinale ausgeschieden.

Die grte Herausforderung des Jahres war fr Modric offenbar die Dankesrede auf dem Podium am Montagabend: Es ist schlimmer, in der ffentlichkeit zu reden, als einen Elfmeter zu schieen. Meine Beine zitterten mehr als auf dem Rasen.


Sport Bild