Jagdgegner am 16. Dezember vor Gericht



Am 16. Dezember muss sich der Tierrechtler Armand Clesse am Bezirksgericht Diekirch wegen Verleumdung verantworten. Kläger sind zwei Jäger.

Am kommenden 16. Dezember muss sich der bekannte Tierrechtler und frühere Direktor des Institut d'études européennes et internationales, Armand Clesse, am Bezirksgericht in Diekirch wegen Diffamierung verantworten. Das Datum für den Prozess wurde am Donnerstagmorgen vor Ort fixiert.
Die Regierung hält an der Treibjagd als Instrument zur Regulierung des Wildschweinbestands fest.

Klageführer sind zwei Jäger, die sich an öffentlichen Aussagen Clesses in den Medien gestört hatten. So hatte dieser unter anderem in einer Radiosendung erklärt, Jagd sei Mord und die Jäger seien Barbaren. In den Augen der Jäger ehrabschneidende Bemerkungen, die den Tatbestand der Verleumdung erfüllen.

Der Prozess könnte in den Augen von Beobachtern zu einem wichtigen Präzedenzurteil mit Blick auf die regelmäßig hochkochenden Streitdebatten zwischen Jagdbefürwortern und -gegnern sowie auf die Grenzen der öffentlichen Meinungs- und Ausdrucksfreiheit führen.

Luxemburger Wort