Fechterin Fautsch verliert Krimi



Bei der Fecht-WM im ungarischen Budapest hat Lis Fautsch die Nerven behalten und für mehrere Paukenschläge gesorgt. Das Aus kam im Viertelfinale.

Nachdem Degenfechterin Lis Fautsch (Weltranglistenposition: 87) bei den Fecht-Weltmeisterschaften in der ungarischen Hauptstadt Budapest mit sechs Siegen in der Gruppenphase die Top 64 erreicht hatte, setzte sie ihre Erfolgsserie am Donnerstag fort, ehe sie im Viertelfinale ausschied.

Zunächst bezwang sie die Russin Violetta Khrapina (73) mit 15:11, ehe sie gegen die Weltranglisten-16. Auriane Mallo aus Frankreich antreten musste.

Im Gefecht mit der Französin behielt Fautsch die Nerven. Bei 9:7, 12:10 und 13:11 hatte die Luxemburgerin stets mit zwei Treffern in Führung gelegen. Mallo, die 2016 an den Olympischen Spielen in Rio teilnahm, kämpfte sich jedoch stets zurück und schaffte 36 Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit den 13:13-Ausgleich. Im Stechen behielt dann die 32-jährige Fautsch gegen ihre sieben Jahre jüngere Kontrahentin die Oberhand (14:13).

In der Runde der letzten 16 bekames die Luxemburgerin mit Alexandra Ndolo (D/42) zu tun, die die amtierende Weltmeisterin und Weltranglistenersten Mara Navarria aus Italien mit 15:14 ausschaltete. Gegen die 32-jährigen Deutsche hatte sie noch eine offene Rechnung zu begleichen: Im Februar beim Mannheimer Degenturnier verlor Fautsch mit 12:15.

Fautsch stets in Führung

Die Revanche sollte gelingen. Fautsch ging schnell mit 2:0 in Front und führte später mit 6:3. Bei 8:8 kam Ndolo zwar noch einmal heran, doch Fautsch ließ sich nicht beirren. Beim Stand von 13:9 war die Vorentscheidung gefallen. Wenige Augenblicke später lautete der Endstand 15:12 aus Sicht der Sportlerin aus dem COSL-Elitekader.

Im Viertelfinale wartete die Brasilianerin Nathalie Moellhausen, die aktuelle Nummer 22 der Welt. Fautsch nahm das Heft sofort in die Hand und hatte sich bei 7:4 und 8:5 ein Polster von drei Punkten verschafft. Am Ende des Gefechts stand es jedoch 10:10. Diesmal hatte Fautsch im Stechen das Nachsehen.

Luxemburger Wort