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- Out 5, 2021
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„Ich habe geglaubt …“:
Zieler schlägt Derby-Alarm
Rabenschwarzer Sonntag für Ron-Robert Zieler (35).
Vor dem Derby in Braunschweig hatte der Kapitän von Hannover 96 Ärger mit einem Balljungen, der ihm das Spielgerät verweigert hatte. Im Spiel hielt Zieler stark, konnte aber die 0:2-Pleite nicht verhindern. Nach der Derby-Blamage redete er Klartext.
Hannover 96 bleibt nach der desaströsen Leistung auswärts weiter sieglos und erlitt einen Rückschlag im Aufstiegsrennen, rutschte auf Platz 6 ab.
Nach dem Abpfiff fand der Weltmeister deutliche Worte für das Versagen seiner Vorderleute gegen leidenschaftlich agierende Braunschweiger: „Ich tue mich brutal schwer, dafür eine Erklärung zu finden. Gerade in der ersten Hälfte haben wir uns in deren Welt reinziehen lassen, uns den Schneid abkaufen lassen. Das ist eines Derbys nicht würdig, da fehlen mir komplett die Worte. Wie wir so heimstark sein können und auswärts so bescheiden auftreten …“
Nach Derby-Blamage: Zieler schlägt Alarm!
Braunschweig war von der 1. Minute an die bessere Mannschaft, gewann 58 Prozent der Zweikämpfe, lief vier Kilometer mehr als Hannover 96 (114:110) und schoss 21-mal aufs Tor. Ein hochverdienter Sie
„Wir waren in allen Belangen unterlegen und das tut brutal weh“, schimpft Zieler. Die Braunschweiger schafften es, die Stimmung mit einer leidenschaftlichen Leistung immer wieder „anzuzünden“. Hannover 96 ließ es zu.
Zieler: „Wir haben natürlich dazu beigetragen, dass die Stimmung immer besser wurde. Es war ein friedliches Derby. Aber rein sportlich war das einfach zu wenig.“
Zu Hause ist Hannover 96 eine Macht (vier Spiele, vier Siege), auswärts noch sieglos (ein Punkt aus vier Spielen). Was ist da los?
Der Kapitän: „Schaut euch an, wie wir zu Hause agieren! Da ist ein klarer Plan zu sehen. Ich verstehe nicht, warum wir das auswärts nicht auf den Platz bekommen. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen gezeigt, dass wir einen Plan haben und erfolgreich Fußball spielen kann. Aber auswärts ist es zu wenig.“
BILD fragte nach: Ist es fehlende Überzeugung?
Zieler: „Wenn ich es wüsste, würde ich es dir sagen. Ich bin gerade angesäuert. Mir fehlen die Worte, ich kann es nicht erklären. Wir haben wirklich geglaubt, wir sind weiter. Ich habe geglaubt, wir sind als Mannschaft weiter. Deswegen ist die Enttäuschung auch so groß. Ich bin davon ausgegangen, dass wir hier eine gute Partie machen.“
Zwei Wochen Länderspielpause stehen jetzt an. Es werden unruhige Tage in Hannover, das weiß auch der Kapitän.
Zieler: „Wir müssen es jetzt aufarbeiten. Schade, dass wir es aufarbeiten müssen. Wir wären lieber mit einem erfolgreichen Ergebnis in die Länderspielpause gegangen. Das ist jetzt nicht so. Es tut brutal weh, es muss brutal wehtun.“
Und weiter: „Es war ein sehr wichtiges Spiel, aber auch nur eins von 34. Es tut noch ein paar Tage weh, dann muss es weitergehen. Natürlich müssen wir Gespräche führen, müssen es analysieren. Dann haben wir ein Heimspiel. Klar ist, wenn wir auswärts nie punkten, dann bringen wir uns brutal unter Druck, die Heimspiele gewinnen zu müssen. Dass wir dazu in der Lage sind, ist klar. Aber es ist auch keine Selbstverständlichkeit. Jetzt müssen wir das erst mal sacken lassen und uns dann berappeln. Dann geht es weiter. So ist Fußball.“
In Hannover erwartet die Mannschaft ein unbequemer Empfang. Die Fan-Szene hatte das Derby boykottiert und das Spiel vor den Leinwänden rund um die 96-Arena verfolgt. Am Abend warteten sie enttäuscht und sauer, bis der 96-Bus zurückkehrte.
Samstag hatten noch 4.000 Fans die Spieler heiß aufs Derby gemacht. Was sagt man denen jetzt, nachdem man sang- und klanglos 0:2 verloren hat?
Marcel Halstenberg (33): „Gute Frage. Eigentlich ist es eine Extra-Motivation. Jetzt nach Hause zu fahren und die enttäuschten Gesichter zu sehen, ist katastrophal.“
Der Abwehrchef leitete das 0:1 mit einem missglückten Kopfball genau in die Füße von Fabio Kaufmann ein. Wie Zieler fand auch Halstenberg deutliche Worte: „Das war einfach zu wenig. Emotional von der ganzen Mannschaft … Wir haben das einfach so dahingespielt.“
Bild Zeitung
Zieler schlägt Derby-Alarm
Rabenschwarzer Sonntag für Ron-Robert Zieler (35).
Vor dem Derby in Braunschweig hatte der Kapitän von Hannover 96 Ärger mit einem Balljungen, der ihm das Spielgerät verweigert hatte. Im Spiel hielt Zieler stark, konnte aber die 0:2-Pleite nicht verhindern. Nach der Derby-Blamage redete er Klartext.
Hannover 96 bleibt nach der desaströsen Leistung auswärts weiter sieglos und erlitt einen Rückschlag im Aufstiegsrennen, rutschte auf Platz 6 ab.
Nach dem Abpfiff fand der Weltmeister deutliche Worte für das Versagen seiner Vorderleute gegen leidenschaftlich agierende Braunschweiger: „Ich tue mich brutal schwer, dafür eine Erklärung zu finden. Gerade in der ersten Hälfte haben wir uns in deren Welt reinziehen lassen, uns den Schneid abkaufen lassen. Das ist eines Derbys nicht würdig, da fehlen mir komplett die Worte. Wie wir so heimstark sein können und auswärts so bescheiden auftreten …“
Nach Derby-Blamage: Zieler schlägt Alarm!
Braunschweig war von der 1. Minute an die bessere Mannschaft, gewann 58 Prozent der Zweikämpfe, lief vier Kilometer mehr als Hannover 96 (114:110) und schoss 21-mal aufs Tor. Ein hochverdienter Sie
„Wir waren in allen Belangen unterlegen und das tut brutal weh“, schimpft Zieler. Die Braunschweiger schafften es, die Stimmung mit einer leidenschaftlichen Leistung immer wieder „anzuzünden“. Hannover 96 ließ es zu.
Zieler: „Wir haben natürlich dazu beigetragen, dass die Stimmung immer besser wurde. Es war ein friedliches Derby. Aber rein sportlich war das einfach zu wenig.“
Zu Hause ist Hannover 96 eine Macht (vier Spiele, vier Siege), auswärts noch sieglos (ein Punkt aus vier Spielen). Was ist da los?
Der Kapitän: „Schaut euch an, wie wir zu Hause agieren! Da ist ein klarer Plan zu sehen. Ich verstehe nicht, warum wir das auswärts nicht auf den Platz bekommen. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen gezeigt, dass wir einen Plan haben und erfolgreich Fußball spielen kann. Aber auswärts ist es zu wenig.“
BILD fragte nach: Ist es fehlende Überzeugung?
Zieler: „Wenn ich es wüsste, würde ich es dir sagen. Ich bin gerade angesäuert. Mir fehlen die Worte, ich kann es nicht erklären. Wir haben wirklich geglaubt, wir sind weiter. Ich habe geglaubt, wir sind als Mannschaft weiter. Deswegen ist die Enttäuschung auch so groß. Ich bin davon ausgegangen, dass wir hier eine gute Partie machen.“
Zwei Wochen Länderspielpause stehen jetzt an. Es werden unruhige Tage in Hannover, das weiß auch der Kapitän.
Zieler: „Wir müssen es jetzt aufarbeiten. Schade, dass wir es aufarbeiten müssen. Wir wären lieber mit einem erfolgreichen Ergebnis in die Länderspielpause gegangen. Das ist jetzt nicht so. Es tut brutal weh, es muss brutal wehtun.“
Und weiter: „Es war ein sehr wichtiges Spiel, aber auch nur eins von 34. Es tut noch ein paar Tage weh, dann muss es weitergehen. Natürlich müssen wir Gespräche führen, müssen es analysieren. Dann haben wir ein Heimspiel. Klar ist, wenn wir auswärts nie punkten, dann bringen wir uns brutal unter Druck, die Heimspiele gewinnen zu müssen. Dass wir dazu in der Lage sind, ist klar. Aber es ist auch keine Selbstverständlichkeit. Jetzt müssen wir das erst mal sacken lassen und uns dann berappeln. Dann geht es weiter. So ist Fußball.“
In Hannover erwartet die Mannschaft ein unbequemer Empfang. Die Fan-Szene hatte das Derby boykottiert und das Spiel vor den Leinwänden rund um die 96-Arena verfolgt. Am Abend warteten sie enttäuscht und sauer, bis der 96-Bus zurückkehrte.
Samstag hatten noch 4.000 Fans die Spieler heiß aufs Derby gemacht. Was sagt man denen jetzt, nachdem man sang- und klanglos 0:2 verloren hat?
Marcel Halstenberg (33): „Gute Frage. Eigentlich ist es eine Extra-Motivation. Jetzt nach Hause zu fahren und die enttäuschten Gesichter zu sehen, ist katastrophal.“
Der Abwehrchef leitete das 0:1 mit einem missglückten Kopfball genau in die Füße von Fabio Kaufmann ein. Wie Zieler fand auch Halstenberg deutliche Worte: „Das war einfach zu wenig. Emotional von der ganzen Mannschaft … Wir haben das einfach so dahingespielt.“
Bild Zeitung