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- Out 5, 2021
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„Männliche Boxerin“ Imane Khelif: „Genetisch als Mann angelegt“
Experte bewertet für BILD das jetzt aufgetauchte Gutachten
Der Skandal bei den Olympischen Spielen in Paris: Die „männliche Boxerin“ holt für Algerien Gold im Frauen-Boxen. Der Fall löste eine hitzige Debatte aus. Laut einem jetzt enthüllten Gutachten soll Imane Khelif (25) keine Eierstöcke und auch keine Gebärmutter haben, dafür aber innen liegende Hoden, einen Mikropenis in Form einer Klitoris und eine deformierte Vagina.
BILD fragte den Urologen Dr. Tobias Jäger (Essen) was das konkret bedeutet:
Was ist Khelif, wenn das Gutachten stimmt?
Dr. Tobias Jäger zu BILD: „Wir sprechen in so einem Fall von Intersexualität, nicht Transsexualität. Intersexualität bedeutet, dass beide Geschlechtsmerkmale, männlich wie weiblich, vorliegen, aber nicht richtig ausgebildet sind. Dem liegt oftmals eine genetische Fehlbildung zugrunde. Wenn es aber innen liegende Hoden gibt, ist der Betroffene in jedem Fall genetisch als Mann angelegt.“
Das französischsprachige Recherchemagazin „Le correspondant“ nennt Details aus der Krankenakte von Khelif mit zwei medizinischen Gutachten aus dem Jahr 2023. Bei den Untersuchungen sei festgestellt worden, dass innen liegende Hoden, eine penisähnliche Klitoris und eine deformierte Vagina habe, außerdem weder Eierstöcke noch eine Gebärmutter.
Intersexuelle Menschen lassen sich nicht eindeutig einem der beiden Geschlechter, Mann oder Frau, zuordnen. Experten unterscheiden dabei verschiedenen Formen der Intersexualität.
Wie oft kommt so etwas vor?
Dr. Tobias Jäger: „Das passiert tatsächlich fast nie, wir sprechen wirklich von Einzelfällen.“
Und was bedeutet das für den Körper?
Intersexualität ist keine Störung oder Krankheit. Aber der entstehende Hormonmangel kann zu Osteoporose, und auch zu Stoffwechselstörungen beim Fett- und Zuckerhaushalt führen.
Dr. Tobias Jäger: „Man kann zudem davon ausgehen, dass die Betroffenen in so einem Fall unfruchtbar sind, allein schon, weil die Hoden im Bauchraum angelegt sind und somit wegen der Wärme keine Spermien bilden können.“
Bild Zeitung
Experte bewertet für BILD das jetzt aufgetauchte Gutachten
Der Skandal bei den Olympischen Spielen in Paris: Die „männliche Boxerin“ holt für Algerien Gold im Frauen-Boxen. Der Fall löste eine hitzige Debatte aus. Laut einem jetzt enthüllten Gutachten soll Imane Khelif (25) keine Eierstöcke und auch keine Gebärmutter haben, dafür aber innen liegende Hoden, einen Mikropenis in Form einer Klitoris und eine deformierte Vagina.
BILD fragte den Urologen Dr. Tobias Jäger (Essen) was das konkret bedeutet:
Was ist Khelif, wenn das Gutachten stimmt?
Dr. Tobias Jäger zu BILD: „Wir sprechen in so einem Fall von Intersexualität, nicht Transsexualität. Intersexualität bedeutet, dass beide Geschlechtsmerkmale, männlich wie weiblich, vorliegen, aber nicht richtig ausgebildet sind. Dem liegt oftmals eine genetische Fehlbildung zugrunde. Wenn es aber innen liegende Hoden gibt, ist der Betroffene in jedem Fall genetisch als Mann angelegt.“
Das französischsprachige Recherchemagazin „Le correspondant“ nennt Details aus der Krankenakte von Khelif mit zwei medizinischen Gutachten aus dem Jahr 2023. Bei den Untersuchungen sei festgestellt worden, dass innen liegende Hoden, eine penisähnliche Klitoris und eine deformierte Vagina habe, außerdem weder Eierstöcke noch eine Gebärmutter.
Intersexuelle Menschen lassen sich nicht eindeutig einem der beiden Geschlechter, Mann oder Frau, zuordnen. Experten unterscheiden dabei verschiedenen Formen der Intersexualität.
Wie oft kommt so etwas vor?
Dr. Tobias Jäger: „Das passiert tatsächlich fast nie, wir sprechen wirklich von Einzelfällen.“
Und was bedeutet das für den Körper?
Intersexualität ist keine Störung oder Krankheit. Aber der entstehende Hormonmangel kann zu Osteoporose, und auch zu Stoffwechselstörungen beim Fett- und Zuckerhaushalt führen.
Dr. Tobias Jäger: „Man kann zudem davon ausgehen, dass die Betroffenen in so einem Fall unfruchtbar sind, allein schon, weil die Hoden im Bauchraum angelegt sind und somit wegen der Wärme keine Spermien bilden können.“
Bild Zeitung