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Roter.Teufel

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Vor Wiedersehen mit Leverkusen:
Arsenal-Star redet Klartext! „Man muss Eier haben“


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Er redet nicht um den heißen Brei herum! Über Abwehr-Star Piero Hincapie (24) und seinen FC Arsenal wird in ganz Europa hitzig diskutiert. Die Londoner sind auf dem Weg, nach 22 Jahren endlich wieder die Premier League zu gewinnen und gelten auch als Favoriten auf den Henkelpott. Dennoch haben sie wegen ihres Spielstils scharfe Kritiker. Vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League heute (18.45 Uhr) spricht Hincapie im großen BILD-Interview Klartext über seine großen Titel-Ambitionen, die Vorwürfe gegen sein Team und dessen gefürchtete Standard-Tricks.

„Zu schüchtern, um den Physio anzusprechen“

BILD: Herr Hincapié, wie haben Sie reagiert, als Ihnen Leverkusen als Gegner im Achtelfinale der Champions League zugelost wurde?

PIERO HINCAPIÉ (24): Ich habe mich gefreut und einige Nachrichten an die Jungs aus Leverkusen geschrieben. Es wird für mich eine besondere Situation, gegen den Klub zu spielen, bei dem ich eine so gute Zeit hatte. Aber so ist der Fußball. Es wird sicher schön, alle wiederzusehen.

2021 kamen Sie als 19-jähriges Abwehr-Talent von Argentinien-Klub Talleres zu Bayer. Vergangenen Sommer gingen Sie als Abwehr-Star mit Leader-Qualitäten zu Arsenal. Wie hat die Zeit in Leverkusen Sie verändert?

Ich habe zunächst einmal gelernt, wie wichtig Englisch ist (lacht). Als ich in Leverkusen ankam, konnte ich nur Spanisch. Ich war deswegen anfangs sogar zu schüchtern, den Physio um eine Behandlung zu bitten. Jetzt lache ich darüber. Das ist nur ein Beispiel dafür, dass ich in Leverkusen fußballerisch, aber auch menschlich sehr gewachsen bin. Ich bin dem Klub sehr dankbar, dass ich mich dort so entwickeln und mit dem Double 2023/24 auch noch einen bleibenden Fußabdruck hinterlassen konnte.
Bis zu jener Double-Saison hatte Leverkusen noch nie eine Meisterschaft gewonnen. Wieso hat sich das damals unter Xabi Alonso plötzlich geändert?

Xabi hat die Mentalität der Mannschaft verändert. In der Double-Saison wollten wirklich alle Spieler alle Spiele gewinnen. Und: Wir haben immer, auch bei Rückständen, geglaubt, dass wir gewinnen können. Wissen Sie noch, wie viele Liga-Spiele wir damals in der Nachspielzeit gewonnen haben? Das war kein Zufall.

„Arteta und Alonso charakterlich ähnlich“

Wissen Sie, dass Alonso ein Jugendfreund Ihres jetzigen Trainers Mikel Arteta ist?

Ja und das merkt man auch (lacht). Ihre Spielphilosophien sind zwar unterschiedlich, aber charakterlich sind die beiden Basken sich schon ähnlich. Sie haben beide diese unglaublich große Leidenschaft dafür, Fußballspiele zu gewinnen. Das spürt man an der Intensität in jedem Training und in jedem Gespräch. Das macht sie besonders.

Wie Leverkusen unter Alonso will Arsenal mit Arteta unbedingt Titel holen – unter anderem die Meisterschaft, die der Klub seit 22 Jahren nicht mehr gewonnen hat, und den ersten Champions-League-Titel der Klubgeschichte. Können Sie Ihr Sieger-Gen aus Leverkusen irgendwie auf die neuen Teamkollegen übertragen?

Das Wichtigste ist bei Arsenal schon vorhanden: Nach der langen Zeit ohne die ganz großen Pokale hat jeder hier einen riesigen Hunger auf Titel. Wir rudern also wirklich alle in dieselbe Richtung und die Pläne des Trainerteams gehen bislang richtig gut auf. So muss das bis zur letzten Sekunde bleiben, dann werden wir am Saisonende etwas zu feiern haben. Ich habe das schon erlebt und will meinem neuen Team jetzt helfen, indem ich meine Erfahrung ausspiele und weitergebe.
„Man muss Eier haben“

Arsenal hat in dieser Saison wettbewerbsübergreifend erst drei Spiele verloren und in der Liga-Phase der Champions League alle Partien gewonnen. Was macht Ihr Team so stark?

Unser Siegeswille macht uns perfektionistisch. Wir pflegen die Details. Über unsere Standard-Stärke wird ja in ganz Europa gesprochen. Das ist das Resultat von wirklich täglichem Training mit unserem Standard-Coach Nico Jover. Das klingt nervig, aber die Ergebnisse machen, dass jeder von uns Lust hat, ein Tor nach einer Ecke oder einem Freistoß zu machen.

Kritiker werfen Arsenal vor, bei den Standards bis an die Grenzen des Erlaubten zu gehen und Zeitspiel zu betreiben. Brighton-Trainer Fabian Hürzeler beschwerte sich kürzlich sogar während des Spiels bei Ihnen und danach öffentlich.

Das nehme ich ihm gar nicht übel. In der Leidenschaft des Spiels kommt es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten. Das Wichtigste für mich ist, dass wir erfolgreich sind und dabei ja nichts Verbotenes tun. Man kann nicht immer schön gewinnen. Hin und wieder muss man dafür auch schlau agieren und bis zur Grenze des Erlaubten kämpfen. Man muss Eier haben. In der Double-Saison waren auch nicht all unsere Spiele gut anzusehen, aber wir haben sie gewonnen.

„Brauchen großen Titel – egal wie!“

Sie sind in der Premier League Erster, in der Champions League einer der Topfavoriten und noch in allen Pokalwettbewerben dabei. Welche Titel müssen Sie gewinnen, um mit der Saison zufrieden zu sein?

Ich will alle Titel gewinnen. Doch der Weg ist noch weit, die Konkurrenz stark und es braucht immer auch ein bisschen Glück. Einen großen Titel brauchen wir aber unbedingt – egal wie.

Sport Bild
 
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