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- Out 5, 2021
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Klopps „Jahrhunderttalent“:
BVB-Rückkehr? „Das wäre natürlich interessant“
Flensburg-Verteidiger Marian Sarr im Interview
Mit 18 waren Sie beim BVB Jürgen Klopps „Jahrhunderttalent“ – mit 31 sind Sie bei Viertligist Flensburg nur Ersatzspieler. Was ist in Ihrer Karriere schiefgelaufen?
Marian Sarr (31): Natürlich hätte meine Karriere auch anders laufen können. Nach ein paar unglücklichen Stationen, zum Beispiel in Jena, und einer guten Zeit in Luxemburg hat für mich vor anderthalb Jahren der Schritt nach Flensburg einfach gepasst. Leider habe ich mich dann gleich im ersten Spiel verletzt und musste zweimal am Sprunggelenk operiert werden. Das hat mich natürlich zurückgeworfen. Jetzt bin ich wieder topfit und warte darauf, meine Chance zu bekommen.
Ihr Vertrag läuft aus. Machen Sie am Ende der Saison Schluss mit dem Fußball?
Ich habe nach wie vor großen Spaß am Fußball und kann mir gut vorstellen, noch einige Jahre zu spielen. Deshalb denke ich ans Aufhören aktuell überhaupt nicht.
Wo würden Sie Ihre Karriere am liebsten fortsetzen?
Klar, für mich wäre ein Verein im Ruhrgebiet natürlich schön. Meine Partnerin lebt in meiner Heimatstadt Essen. Sportlich habe ich auf jeden Fall noch Ambitionen. Gleichzeitig kann ich mir gut vorstellen, bei einem Verein etwas aufzubauen und meine Erfahrung einzubringen. Und wer weiß, vielleicht kann man gemeinsam irgendwann auch den nächsten Schritt nach oben machen.
Die zweite Mannschaft Ihres früheren Klubs, Borussia Dortmund, spielt in der Regionalliga West…
Das wäre natürlich interessant. Im Ruhrgebiet gibt es einige spannende Vereine. Gleichzeitig möchte ich mich im Fußball auch weiterentwickeln. Ich will im Sommer meinen Trainerschein machen und im Jugendbereich erste Erfahrungen als Co-Trainer sammeln. In meiner Freizeit arbeite ich hin und wieder mit jungen Spielern im Technikbereich und merke, wie viel Spaß mir das macht. Parallel möchte ich mich auch neben dem Platz weiterbilden.
Welche Karriere-Entscheidung bereuen Sie heute?
Während meiner Zeit beim VfR Aalen hatte ich ein Angebot von Bodø/Glimt. Ich habe mich damals dagegen entschieden, weil die Entfernung zur Heimat für mich eine große Rolle gespielt hat. Rückblickend hätte mich das Gesamtpaket dort aber schon sehr gereizt. Ein neues Land, eine andere Fußballkultur und natürlich auch die Natur. Das wären sicher spannende Erfahrungen gewesen.
Inwiefern ist es speziell für Sie, Glimt als große Überraschung der Champions League mit Riesenchance aufs Viertelfinale im TV zu sehen?
Weil man sich natürlich fragt, was passiert wäre, wenn ich den Schritt damals gewagt hätte. Vielleicht wäre ich heute Teil dieser Entwicklung. Aber solche Entscheidungen gehören im Fußball auch dazu.
2013 debütierten Sie unter Klopp mit 18 in der Champions League. Sind Sie danach zu schnell hochgejubelt worden?
Nein. Ich bin damals mit dem Druck nicht so gut umgegangen. In meinem zweiten Bundesliga-Einsatz ist mir ein Fehler passiert. Ich war zu dem Zeitpunkt ja auch erst 18. Intern wurde das gar nicht groß thematisiert. Von den Mitspielern und auch vom Trainerteam kam eher das Signal: So etwas passiert im Fußball, einfach weitermachen. Für mich persönlich war das trotzdem eine Situation, über die ich viel nachgedacht habe. Rückblickend hätte mir vielleicht ein offenes Gespräch geholfen, um das besser einzuordnen. So hat es mich während der Winterpause beschäftigt, und ich bin nicht gut in die Vorbereitung gestartet. Danach habe ich leider nicht mehr die Chance bekommen, an die drei guten Spiele zuvor anzuknüpfen. Aber diese Erfahrung hat mir im Nachhinein auch viel mitgegeben, gerade im Umgang mit Druck. Das kann ich heute auch an jüngere Spieler weitergeben.
Mit welchem aktuellen Star der Dortmunder würden Sie gern nochmals auf dem Platz stehen?
Mit Niklas Süle. Wir haben in der Jugend zusammen als Innenverteidiger-Duo für Deutschland gespielt und sind 2012 bis ins Finale der U17-EM gekommen. Auf uns konnte man sich verlassen. Rückblickend kann man schon sagen, dass wir ein ganz gutes Duo waren. Vielleicht sogar ein kleines Traumduo (lacht).
Sport Bild
BVB-Rückkehr? „Das wäre natürlich interessant“
Flensburg-Verteidiger Marian Sarr im Interview
Mit 18 waren Sie beim BVB Jürgen Klopps „Jahrhunderttalent“ – mit 31 sind Sie bei Viertligist Flensburg nur Ersatzspieler. Was ist in Ihrer Karriere schiefgelaufen?
Marian Sarr (31): Natürlich hätte meine Karriere auch anders laufen können. Nach ein paar unglücklichen Stationen, zum Beispiel in Jena, und einer guten Zeit in Luxemburg hat für mich vor anderthalb Jahren der Schritt nach Flensburg einfach gepasst. Leider habe ich mich dann gleich im ersten Spiel verletzt und musste zweimal am Sprunggelenk operiert werden. Das hat mich natürlich zurückgeworfen. Jetzt bin ich wieder topfit und warte darauf, meine Chance zu bekommen.
Ihr Vertrag läuft aus. Machen Sie am Ende der Saison Schluss mit dem Fußball?
Ich habe nach wie vor großen Spaß am Fußball und kann mir gut vorstellen, noch einige Jahre zu spielen. Deshalb denke ich ans Aufhören aktuell überhaupt nicht.
Wo würden Sie Ihre Karriere am liebsten fortsetzen?
Klar, für mich wäre ein Verein im Ruhrgebiet natürlich schön. Meine Partnerin lebt in meiner Heimatstadt Essen. Sportlich habe ich auf jeden Fall noch Ambitionen. Gleichzeitig kann ich mir gut vorstellen, bei einem Verein etwas aufzubauen und meine Erfahrung einzubringen. Und wer weiß, vielleicht kann man gemeinsam irgendwann auch den nächsten Schritt nach oben machen.
Die zweite Mannschaft Ihres früheren Klubs, Borussia Dortmund, spielt in der Regionalliga West…
Das wäre natürlich interessant. Im Ruhrgebiet gibt es einige spannende Vereine. Gleichzeitig möchte ich mich im Fußball auch weiterentwickeln. Ich will im Sommer meinen Trainerschein machen und im Jugendbereich erste Erfahrungen als Co-Trainer sammeln. In meiner Freizeit arbeite ich hin und wieder mit jungen Spielern im Technikbereich und merke, wie viel Spaß mir das macht. Parallel möchte ich mich auch neben dem Platz weiterbilden.
Welche Karriere-Entscheidung bereuen Sie heute?
Während meiner Zeit beim VfR Aalen hatte ich ein Angebot von Bodø/Glimt. Ich habe mich damals dagegen entschieden, weil die Entfernung zur Heimat für mich eine große Rolle gespielt hat. Rückblickend hätte mich das Gesamtpaket dort aber schon sehr gereizt. Ein neues Land, eine andere Fußballkultur und natürlich auch die Natur. Das wären sicher spannende Erfahrungen gewesen.
Inwiefern ist es speziell für Sie, Glimt als große Überraschung der Champions League mit Riesenchance aufs Viertelfinale im TV zu sehen?
Weil man sich natürlich fragt, was passiert wäre, wenn ich den Schritt damals gewagt hätte. Vielleicht wäre ich heute Teil dieser Entwicklung. Aber solche Entscheidungen gehören im Fußball auch dazu.
2013 debütierten Sie unter Klopp mit 18 in der Champions League. Sind Sie danach zu schnell hochgejubelt worden?
Nein. Ich bin damals mit dem Druck nicht so gut umgegangen. In meinem zweiten Bundesliga-Einsatz ist mir ein Fehler passiert. Ich war zu dem Zeitpunkt ja auch erst 18. Intern wurde das gar nicht groß thematisiert. Von den Mitspielern und auch vom Trainerteam kam eher das Signal: So etwas passiert im Fußball, einfach weitermachen. Für mich persönlich war das trotzdem eine Situation, über die ich viel nachgedacht habe. Rückblickend hätte mir vielleicht ein offenes Gespräch geholfen, um das besser einzuordnen. So hat es mich während der Winterpause beschäftigt, und ich bin nicht gut in die Vorbereitung gestartet. Danach habe ich leider nicht mehr die Chance bekommen, an die drei guten Spiele zuvor anzuknüpfen. Aber diese Erfahrung hat mir im Nachhinein auch viel mitgegeben, gerade im Umgang mit Druck. Das kann ich heute auch an jüngere Spieler weitergeben.
Mit welchem aktuellen Star der Dortmunder würden Sie gern nochmals auf dem Platz stehen?
Mit Niklas Süle. Wir haben in der Jugend zusammen als Innenverteidiger-Duo für Deutschland gespielt und sind 2012 bis ins Finale der U17-EM gekommen. Auf uns konnte man sich verlassen. Rückblickend kann man schon sagen, dass wir ein ganz gutes Duo waren. Vielleicht sogar ein kleines Traumduo (lacht).
Sport Bild
