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Notícias Deshalb spielt die 3. Liga verrückt

Roter.Teufel

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Dynamos Aufstiegsheld Testroet:
Deshalb spielt die 3. Liga verrückt


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Die 3. Liga spielt verrückt: Nach einem Drittel der Saison trennen Spitzenreiter Cottbus und den Achten Aue gerade mal drei Punkte – So spannend war´s noch nie!

Aber woran liegt das? Ist die Qualität gestiegen, sind tatsächlich fast alle Teams inzwischen gleich gut? BILD sprach darüber mit Dresdens früherem Aufstiegs-Held Pascal Testroet (34).

Der Stürmer kennt sich in der 3. Liga aus, wie kaum ein anderer, kickte selbst schon bei sieben verschiedenen Drittligisten (257 Spiele/75 Tore), aktuell beim FC Ingolstadt.

„Ich bin der Meinung, dass die Qualität der Liga nicht gestiegen ist“, sagt Testroet. „Es gibt kaum noch die Spitzenspieler, die hervorstechen.“

Der Torjäger weiter: „Für mich ist eher die Tendenz erkennbar, dass viele Vereine auf junge Spieler setzen, die entweder aus dem eigenen Nachwuchs oder aus der Regionalliga kommen.“

Für die ist dann die dritthöchste deutsche Profiliga ein neuer Schritt in ihrer Entwicklung. Testroet: „Und genau deswegen fehlt noch die Konstanz, was völlig normal ist.“

Der gebürtige Bocholter vergleicht das mit seiner Zeit als Jungprofi: „Damals bei Werder II war ich so inkonstant, habe ein Top-Spiel gemacht und dann wieder zwei schlechte.“

Wenn die Mannschaften wie jetzt auf mehrere solcher Youngster setzen, spiegelt sich das eben auch in den Ergebnissen wider. Und führt zu dieser extrem engen Tabelle.

Oder anders gesagt: Die 3. Liga wird zur Pampers-Liga – und der Aufstiegskampf deshalb zum Schneckenrennen!

Testroet: „Der Erste hat jetzt 23 Punkte. Bedeutet, er hat in den ersten 13 Spielen schon 16 Punkte liegenlassen. Das ist brutal viel. Du musst auf einen Schnitt von zwei Pukten kommen, dann steigst du sicher auf. Aber das schafft derzeit keiner auch nur ansatzweise.“

Für Testroet ein deutlicher Unterschied zu früher. Tatsächlich kam er mit Dynamo Dresden in der Aufstiegssaison 2015/16 auf 78 Punkte – 2,05 pro Spiel. „Damals hatten wir bis auf Marvin Stefaniak fast nur gestandene Zweit- und Drittligaspieler. Mit entsprechender Erfahrung“, so Testroet, der nebenbei gerade seinen Trainerschein macht.
Keine Aufstiegs-Prognose

Wird sich der Trend zur Verjüngung fortsetzen? „Ich denke ja. Durch die extreme Entwicklung in den Nachwuchsleistungszentren kommen heute viel mehr junge Spieler auf den Markt. Und die müssen ja auch irgendwo bleiben.“

Und weil die Liga dadurch deutlich unberechenbarer wird, wagt Testroet auch keine Prognose, wer am Ende den Aufstieg packt. „Wer das richtig tippt, ist ein Hellseher.“

Kein Hellseher muss man dagegen sein, um vorauszusagen, dass einer wie Pascal Testroet nach seiner Profi-Karriere im Fußball-Geschäft bleiben wird. Seine Expertise und seine Erfahrung dürften in Zukunft für so manchen Verein Gold wert sein...

Bild Zeitung
 
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