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- Out 5, 2021
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Letzter Auftritt vor Schicksalswahl:
Diese Ungarn glauben weiter an Orbáns Sieg
BILD vor Ort bei den Menschen, die ihren Viktor wieder siegen sehen wollen
Budapest – Sie glauben fest daran, dass ihr „Viktor“ auch diesmal der Sieger sein wird: Tausende Menschen, die sogar den Burgberg von Budapest hochklettern, um Ungarn-Premier Viktor Orbán (62) bei seiner Abschlusskundgebung am Samstagabend vor der Schicksalswahl am Sonntag zu sehen.
„Werden unsere Kinder nicht in die Ukraine schicken“
Es könnte sein letzter Auftritt als Regierungschef sein, merken Oppositionelle an, die sich auch in die Menge gemischt haben und auf die Umfragen verweisen. „Provokateure“, erklären Anhänger von Orbáns Fidesz-Partei, die die Stimmung unter sich genießen wollen. Es bleibt aber – bis auf eine ganz kleine Rangelei am Rande – alles ruhig.
„Hajra, hajra, Hungária!“, ruft die Menge, wie wenn ihre Fußball-Nationalmannschaft spielt. Als Orbán endlich auf die Bühne kommt, sagt er: „Wir werden siegen!“ Dann wird er politisch: Es gehe bei dieser Wahl um den Frieden, sagt Orbán. „Wir werden nicht unsere Kinder, unser Geld und unsere Waffen in die Ukraine schicken. Wir werden es nicht zulassen, dass die Ungarn ausgeraubt werden.“ Ungarn müsse sich „aus diesem Krieg zwischen zwei slawischen Nationen raushalten.“
Orbán spricht von „Sicherheit“
Wie genau Ungarn in den Krieg hineingezogen würde, wenn Orbán die Wahl am Sonntag verlöre, kann keiner in der Menge so richtig erklären, als BILD nachfragt. Doch die generelle Botschaft teilen hier alle: Fidesz stehe für Sicherheit, Tisza (die Oppositionspartei) für Chaos und Ausbeutung aus Brüssel. „Dann ist Apokalypse“, sagt Zoltán (51).
Er sei konservativ, sagt Viktor Orbán, das stehe für Ordnung. „Vielleicht ist unsere Versammlung langweiliger, wir können nunmal keine Hoden-Partys veranstalten“, sagt er und bringt alle zum Lachen, denn alle hier haben die Anspielung verstanden: Beim Mega-Konzert der Opposition am Vorabend hatte ein Sänger seine Genitalien auf der Bühne ausgepackt.
Von Putin spricht Orbán nicht, dafür aber von den USA: „Die USA unterstützen uns, und das garantiert unsere Sicherheit.“ Dann schimpft er auf die EU: „Der Westen ist nicht Brüssel. Wir stehen für ein christliches, nationales Europa – und die Amerikaner sagen jetzt dasselbe.“
Bild Zeitung
Diese Ungarn glauben weiter an Orbáns Sieg
BILD vor Ort bei den Menschen, die ihren Viktor wieder siegen sehen wollen
Budapest – Sie glauben fest daran, dass ihr „Viktor“ auch diesmal der Sieger sein wird: Tausende Menschen, die sogar den Burgberg von Budapest hochklettern, um Ungarn-Premier Viktor Orbán (62) bei seiner Abschlusskundgebung am Samstagabend vor der Schicksalswahl am Sonntag zu sehen.
„Werden unsere Kinder nicht in die Ukraine schicken“
Es könnte sein letzter Auftritt als Regierungschef sein, merken Oppositionelle an, die sich auch in die Menge gemischt haben und auf die Umfragen verweisen. „Provokateure“, erklären Anhänger von Orbáns Fidesz-Partei, die die Stimmung unter sich genießen wollen. Es bleibt aber – bis auf eine ganz kleine Rangelei am Rande – alles ruhig.
„Hajra, hajra, Hungária!“, ruft die Menge, wie wenn ihre Fußball-Nationalmannschaft spielt. Als Orbán endlich auf die Bühne kommt, sagt er: „Wir werden siegen!“ Dann wird er politisch: Es gehe bei dieser Wahl um den Frieden, sagt Orbán. „Wir werden nicht unsere Kinder, unser Geld und unsere Waffen in die Ukraine schicken. Wir werden es nicht zulassen, dass die Ungarn ausgeraubt werden.“ Ungarn müsse sich „aus diesem Krieg zwischen zwei slawischen Nationen raushalten.“
Orbán spricht von „Sicherheit“
Wie genau Ungarn in den Krieg hineingezogen würde, wenn Orbán die Wahl am Sonntag verlöre, kann keiner in der Menge so richtig erklären, als BILD nachfragt. Doch die generelle Botschaft teilen hier alle: Fidesz stehe für Sicherheit, Tisza (die Oppositionspartei) für Chaos und Ausbeutung aus Brüssel. „Dann ist Apokalypse“, sagt Zoltán (51).
Er sei konservativ, sagt Viktor Orbán, das stehe für Ordnung. „Vielleicht ist unsere Versammlung langweiliger, wir können nunmal keine Hoden-Partys veranstalten“, sagt er und bringt alle zum Lachen, denn alle hier haben die Anspielung verstanden: Beim Mega-Konzert der Opposition am Vorabend hatte ein Sänger seine Genitalien auf der Bühne ausgepackt.
Von Putin spricht Orbán nicht, dafür aber von den USA: „Die USA unterstützen uns, und das garantiert unsere Sicherheit.“ Dann schimpft er auf die EU: „Der Westen ist nicht Brüssel. Wir stehen für ein christliches, nationales Europa – und die Amerikaner sagen jetzt dasselbe.“
Bild Zeitung
