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- Out 5, 2021
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Bitte an die Unesco:
Dorf will kein Weltkulturerbe mehr sein
Siedlung sei zum „toten Freilichtmuseum“ geworden
Vlkolínec (Slowakei) – Was war es für eine umjubelte Nachricht, als das Schloss Neuschwanstein in Bayern im Sommer letzten Jahres zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt wurde. Die Auszeichnung gilt als weltweit einzigartige Ehre, die nur den herausragendsten Zeugnissen der Menschheitsgeschichte verliehen wird. Doch ein kleines Dorf in der Slowakei will diese Ehre jetzt bewusst abgeben. Geht es nach den Bewohnern von Vlkolínec, legt der Ort den Status des Unesco-Welterbes ab!
Das abgelegene Dorf in der Slowakei habe genug von neugierigen Touristen, berichtet die Katholische Nachrichtenagentur. Der Welterbe-Status habe die Siedlung in ein „totes Freilichtmuseum“ verwandelt, klagen die verbliebenen Bewohner laut lokalen Medien. Sie hätten es satt, dass täglich Touristen durch ihre Vorgärten stapften und ungebeten durchs Fenster in die Küchen guckten.
Welterbe-Titel seit über 30 Jahren
Der Titel des Weltkulturerbes wurde dem kleinen Ort in den Karpaten vor über 30 Jahren verliehen. Mit seinen 43 bunten, holzvertäfelten Häusern sei Vlkolinec eines der letzten Dörfer seiner Art in der Region. Die UN-Kulturorganisation beschreibt das Dorf als „eine bemerkenswert gut erhaltene mittelalterliche Siedlung mit der für Hügel- und Bergregionen typischen Holzarchitektur“. Sie sei zudem die „am besten erhaltene und umfassendste Anlage ihrer Art in der gesamten Region“, lobt die Unesco.
Touristen machen Bewohnern das Leben schwer
Doch die Bewohner des Dorfs empfinden ihr Leben mit der Ehre des Welterbe-Titels offenbar als belastend. Das läge auch an den strengen Auflagen, nach denen sie etwa kein Vieh mehr halten oder Felder bestellen dürften. Auch die 100.000 Touristen, die der Status jedes Jahr anlocke, machten das Leben für die inzwischen nur noch vier Familien im Dorf zum Albtraum.
Eine Streichung ihres Dorfs aus der Welterbe-Liste gilt trotz des Wunschs der Bewohner als unwahrscheinlich. Denn dieser Entscheidung müssten sowohl die Unesco als auch die slowakische Regierung zustimmen.
Bild Zeitung
Dorf will kein Weltkulturerbe mehr sein
Siedlung sei zum „toten Freilichtmuseum“ geworden
Vlkolínec (Slowakei) – Was war es für eine umjubelte Nachricht, als das Schloss Neuschwanstein in Bayern im Sommer letzten Jahres zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt wurde. Die Auszeichnung gilt als weltweit einzigartige Ehre, die nur den herausragendsten Zeugnissen der Menschheitsgeschichte verliehen wird. Doch ein kleines Dorf in der Slowakei will diese Ehre jetzt bewusst abgeben. Geht es nach den Bewohnern von Vlkolínec, legt der Ort den Status des Unesco-Welterbes ab!
Das abgelegene Dorf in der Slowakei habe genug von neugierigen Touristen, berichtet die Katholische Nachrichtenagentur. Der Welterbe-Status habe die Siedlung in ein „totes Freilichtmuseum“ verwandelt, klagen die verbliebenen Bewohner laut lokalen Medien. Sie hätten es satt, dass täglich Touristen durch ihre Vorgärten stapften und ungebeten durchs Fenster in die Küchen guckten.
Welterbe-Titel seit über 30 Jahren
Der Titel des Weltkulturerbes wurde dem kleinen Ort in den Karpaten vor über 30 Jahren verliehen. Mit seinen 43 bunten, holzvertäfelten Häusern sei Vlkolinec eines der letzten Dörfer seiner Art in der Region. Die UN-Kulturorganisation beschreibt das Dorf als „eine bemerkenswert gut erhaltene mittelalterliche Siedlung mit der für Hügel- und Bergregionen typischen Holzarchitektur“. Sie sei zudem die „am besten erhaltene und umfassendste Anlage ihrer Art in der gesamten Region“, lobt die Unesco.
Touristen machen Bewohnern das Leben schwer
Doch die Bewohner des Dorfs empfinden ihr Leben mit der Ehre des Welterbe-Titels offenbar als belastend. Das läge auch an den strengen Auflagen, nach denen sie etwa kein Vieh mehr halten oder Felder bestellen dürften. Auch die 100.000 Touristen, die der Status jedes Jahr anlocke, machten das Leben für die inzwischen nur noch vier Familien im Dorf zum Albtraum.
Eine Streichung ihres Dorfs aus der Welterbe-Liste gilt trotz des Wunschs der Bewohner als unwahrscheinlich. Denn dieser Entscheidung müssten sowohl die Unesco als auch die slowakische Regierung zustimmen.
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