- Entrou
- Out 5, 2021
- Mensagens
- 63,530
- Gostos Recebidos
- 2,001
Nach tödlichem Angriff auf Schaffner Serkan C. (†36):
Erstes Bundesland fordert Drehkreuze an Bahngleisen
Wiesbaden – Wie können Sicherheit und Sauberkeit in Deutschlands Zügen und an den Bahnhöfen der Republik verbessert werden?
Hessens Vize-MP Kaweh Mansoori (37, SPD) fordert nun, sich an unseren Nachbarstaaten ein Beispiel zu nehmen. In europäischen Metropolen seit Jahrzehnten die Regel: Auf den Bahnsteig und in den Zug kommt nur, wer eine Fahrkarte hat! Geht es nach dem Genossen, sollte dieses System auch bei uns eingeführt werden.
Bei der Verkehrsministerkonferenz in Lindau sagte Mansoori zum Thema Bahn: „Alles, was hilft, muss auf den Tisch. Wenn wir Sicherheit im Bahnverkehr stärken wollen, dürfen wir uns nicht nur auf technische Detailfragen konzentrieren, sondern müssen auch über die Zugangssituation an den Bahnhöfen sprechen.“
Hessens Vorstoß ist auch eine Folge des Verbrechens gegen den Schaffner Serkan C. Erst vor wenigen Wochen wurde der Vater von zwei Kindern in einer Regionalbahn im Kreis Kaiserslautern im Alter von 36 Jahren von einem Schwarzfahrer totgeprügelt.
Sicherheit im Bahnverkehr stärken
Gegenüber BILD konkretisiert Mansoori: „Wir müssen uns ehrlich machen. 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht. Aber all die Eskalationen in den Zügen der letzten Wochen begannen immer mit einem Fahrgast ohne gültigen Fahrschein. Reden wir über Ursachen. Es ist viel zu leicht, den Zug ohne Fahrschein zu besteigen.“
Drehkreuze am Gleis
Wie ginge es konkret? Die Zugänge zum Gleis wären durch Barrieren (z. B. Drehkreuze, Schiebetüren) gesichert. Nur mit einer Fahrkarte (durch Barcode, QR-Code) geht die Tür auf – ähnlich wie am ersten Checkpoint an vielen Flughäfen.
Gemacht wird es z. B. in London (u. a. Waterloo-Station) oder in Madrid (Puerta de Atocha) und auch in Paris (Gare du Nord). In Deutschland hingegen kann jeder, auch ohne Ticket, mühelos in die Waggons gelangen.
Nur mit Fahrschein kommt man an den Zug
„In vielen Ländern ist es längst Standard, dass nur Menschen mit gültigem Fahrschein auf den Bahnsteig kommen“, so Verkehrsminister Mansoori. „Gerade am Knotenpunkt Frankfurt/Main ist offensichtlich, dass solche Lösungen die tatsächliche Sicherheit und das Sicherheitsgefühl in Regionalbahnen, S‑Bahnen und U‑Bahnen deutlich verbessern könnten.“
Mansooris Bundesland Hessen hatte in der Verkehrsministerkonferenz (VMK) vorgeschlagen, dass Bund und Länder gemeinsam prüfen, ob an Bahnhöfen bauliche Zugangsbarrieren eingeführt werden können.
Ohne Sicherheitspersonal geht es nicht
Der Minister: „Wir sollten nicht nur technische Maßnahmen in Erwägung ziehen. Heute ist es oft sehr leicht, ohne Fahrschein einen Zug zu betreten. Und genau da müssen wir ansetzen. Wenn der Zugang zu den Gleisen besser geschützt ist, stärken wir zugleich Sicherheit und Fairness im System.“
Er fordert „ein umfassendes Sicherheitskonzept“ mit „mehr Präsenz von Sicherheitspersonal, kluge Videoüberwachung und gute Schulungen bleiben wichtig“.
Bild Zeitung
Erstes Bundesland fordert Drehkreuze an Bahngleisen
Wiesbaden – Wie können Sicherheit und Sauberkeit in Deutschlands Zügen und an den Bahnhöfen der Republik verbessert werden?
Hessens Vize-MP Kaweh Mansoori (37, SPD) fordert nun, sich an unseren Nachbarstaaten ein Beispiel zu nehmen. In europäischen Metropolen seit Jahrzehnten die Regel: Auf den Bahnsteig und in den Zug kommt nur, wer eine Fahrkarte hat! Geht es nach dem Genossen, sollte dieses System auch bei uns eingeführt werden.
Bei der Verkehrsministerkonferenz in Lindau sagte Mansoori zum Thema Bahn: „Alles, was hilft, muss auf den Tisch. Wenn wir Sicherheit im Bahnverkehr stärken wollen, dürfen wir uns nicht nur auf technische Detailfragen konzentrieren, sondern müssen auch über die Zugangssituation an den Bahnhöfen sprechen.“
Hessens Vorstoß ist auch eine Folge des Verbrechens gegen den Schaffner Serkan C. Erst vor wenigen Wochen wurde der Vater von zwei Kindern in einer Regionalbahn im Kreis Kaiserslautern im Alter von 36 Jahren von einem Schwarzfahrer totgeprügelt.
Sicherheit im Bahnverkehr stärken
Gegenüber BILD konkretisiert Mansoori: „Wir müssen uns ehrlich machen. 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht. Aber all die Eskalationen in den Zügen der letzten Wochen begannen immer mit einem Fahrgast ohne gültigen Fahrschein. Reden wir über Ursachen. Es ist viel zu leicht, den Zug ohne Fahrschein zu besteigen.“
Drehkreuze am Gleis
Wie ginge es konkret? Die Zugänge zum Gleis wären durch Barrieren (z. B. Drehkreuze, Schiebetüren) gesichert. Nur mit einer Fahrkarte (durch Barcode, QR-Code) geht die Tür auf – ähnlich wie am ersten Checkpoint an vielen Flughäfen.
Gemacht wird es z. B. in London (u. a. Waterloo-Station) oder in Madrid (Puerta de Atocha) und auch in Paris (Gare du Nord). In Deutschland hingegen kann jeder, auch ohne Ticket, mühelos in die Waggons gelangen.
Nur mit Fahrschein kommt man an den Zug
„In vielen Ländern ist es längst Standard, dass nur Menschen mit gültigem Fahrschein auf den Bahnsteig kommen“, so Verkehrsminister Mansoori. „Gerade am Knotenpunkt Frankfurt/Main ist offensichtlich, dass solche Lösungen die tatsächliche Sicherheit und das Sicherheitsgefühl in Regionalbahnen, S‑Bahnen und U‑Bahnen deutlich verbessern könnten.“
Mansooris Bundesland Hessen hatte in der Verkehrsministerkonferenz (VMK) vorgeschlagen, dass Bund und Länder gemeinsam prüfen, ob an Bahnhöfen bauliche Zugangsbarrieren eingeführt werden können.
Ohne Sicherheitspersonal geht es nicht
Der Minister: „Wir sollten nicht nur technische Maßnahmen in Erwägung ziehen. Heute ist es oft sehr leicht, ohne Fahrschein einen Zug zu betreten. Und genau da müssen wir ansetzen. Wenn der Zugang zu den Gleisen besser geschützt ist, stärken wir zugleich Sicherheit und Fairness im System.“
Er fordert „ein umfassendes Sicherheitskonzept“ mit „mehr Präsenz von Sicherheitspersonal, kluge Videoüberwachung und gute Schulungen bleiben wichtig“.
Bild Zeitung
