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- Out 5, 2021
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Preußen-Legende hilft:
Grodowski tritt aufs Gaspedal
Er möchte so schnell wie möglich zurück auf dem Rasen sein. Und dafür auch auf dem Rasen so schnell wie möglich sein. Klingt irgendwie verdreht, trifft's aber genau...
Preußen-Legende hilft mit. Grodowski tritt aufs Gaspedal.
Fakt ist: Seit Sturm-Rakete Joel „Johnny“ Grodowski (26) vor drei Wochen nach einer Grippe aus Münsters Startelf rutschte, muss er mit der unliebsamen Joker-Rolle klarkommen. Nur drei Kurz-Einsätze gegen Elversberg (1:1), in Braunschweig (1:1) sowie zuletzt beim Sieg über Spitzenreiter Düsseldorf (1:0). Mit einer Gesamtspielzeit von 56 Minuten.
Was den ehrgeizigen Angreifer des Zweitliga-Aufsteigers mächtig nervt. Grodowski ehrlich: „Kein Spieler sitzt gerne auf der Bank. Aber ich akzeptiere die Entscheidung unseres Coaches und werde versuchen, mich mit noch besseren Trainingsleistungen wieder aufzudrängen.“
Dafür fährt der Top-Knipser der Durchmarsch-Saison (17 Treffer) neuerdings sogar Sonderschichten. Unterstützt wird er dabei von einer echten Preußen-Legende – Ulrich „Ulli“ Gäher (62). Der Kapitän und Torjäger der Aufstiegs-Elf von 1989 leitet heute ein Zentrum für Physiotherapie in Ascheberg, ganz in der Nachbarschaft von Grodowskis Wohnort Herbern.
Dort bietet Gäher auch plyometrisches Training an, zu dem Grodowski zweimal pro Woche in seine Praxis kommt. Alles selbstverständlich in Absprache und mit dem Einverständnis der Preußen. Dabei geht's in erster Linie darum, die Explosivität, Schnell- und Sprungkraft von Athleten zu verbessern. Außerdem führt's zu kürzeren Reaktionszeiten und einer besseren Flexibilität.
Ist das bei Johnny überhaupt noch möglich? Immerhin ist er aktuell mit „geblitzten“ 36,56 km/h schon der schnellste Zweitliga-Spieler – und bundesweit hinter den Erstliga-Profis Sirlord Conteh (Heidenheim/36,67 km/h) und Lois Openda (Leipzig/36,64 km/) auf Rang 3.
Gäher bestätigt: „Johnny hat schon perfekte Anlagen – keine Frage. Aber wir wollen versuchen, ob auf den ersten Metern noch etwas mehr rauszukitzeln ist. Das gelingt sicherlich nicht von heute auf morgen. Mit Plyo-Übungen werden vor allem die Muskelgruppen im Unterkörper aktiviert. Primäres Ziel ist es, mit Sprüngen, raschen Schrittkombinationen und dynamischen Richtungswechseln die Explosivkraft zu steigern.
Schnell, schneller – Grodowski! Gäher ist jedenfalls überzeugt, dass noch mehr Potenzial in ihm schlummern könnte. Zugleich aber kümmert er sich auch bei den gemeinsamen Einheiten um die mentale Schiene: „Wir sprechen viel miteinander. Ich habe in meiner früheren Karriere ebenfalls Phasen gehabt, wo nicht immer alles lief wie gewünscht. Da musst du einfach fokussiert bleiben und darfst nicht den Kopf hängen lassen,“ so Gäher und weiter, „ich versuche Johnny deutlich zu machen, dass man aus jeder kleinen Krise gestärkt hervorgehen kann. Der packt das schon!“
Eine Bude gelang Grodowski (Vertrag bis 2026/Marktwert: 700.000 Euro) bislang in der laufenden Saison. Beim 3:0-Erfolg in Regensburg wurde er bereits nach 13 Minuten für den verletzten Etienne Amenyido (26/Innenbandanriss im Knie) eingewechselt und brachte seine Mannschaft kurz darauf mit 1:0 in Führung. Ehe er später auch noch den zweiten Treffer durch Charalambos Makridis (28) vorbereitete.
Von der Bank aufs Feld – und sofort der Held. Dafür lohnt es sich zu kämpfen. Grodowski, der seine Tore stets mit dem angedeuteten Flügelschlag eines Adlers feiert, stellt jedoch klar: „Natürlich würde ich mir wünschen, immer eine wichtige und entscheidende Rolle zu spielen. Doch der Erfolg der Mannschaft steht am Ende über allem.“ Der Nächste soll möglichst schon am Sonntag in Karlsruhe (13:30 Uhr/Sky) folgen...
● Auch die neue Folge des beliebten Insider-Podcasts „Preußen Privat“ aus der kultigen Bode-Loge beschäftigt sich mit „heilenden Händen“. Diesmal zu Gast: Physiotherapeutin Kira Loose (27), die spannende Einblicke in ihre tägliche Arbeit mit den Jungs von Cheftrainer Sascha Hildmann gewährt und erzählt, wie es sich anfühlt, die einzige Frau im gesamten Adler-Staff zu sein. Kostenlos abrufbar ab Donnerstagfrüh um 0:00 Uhr unter www.preussenprivat.de und überall dort, wo es Podcasts (u.a. Spotify) gibt.
Bild Zeitung
Grodowski tritt aufs Gaspedal
Er möchte so schnell wie möglich zurück auf dem Rasen sein. Und dafür auch auf dem Rasen so schnell wie möglich sein. Klingt irgendwie verdreht, trifft's aber genau...
Preußen-Legende hilft mit. Grodowski tritt aufs Gaspedal.
Fakt ist: Seit Sturm-Rakete Joel „Johnny“ Grodowski (26) vor drei Wochen nach einer Grippe aus Münsters Startelf rutschte, muss er mit der unliebsamen Joker-Rolle klarkommen. Nur drei Kurz-Einsätze gegen Elversberg (1:1), in Braunschweig (1:1) sowie zuletzt beim Sieg über Spitzenreiter Düsseldorf (1:0). Mit einer Gesamtspielzeit von 56 Minuten.
Was den ehrgeizigen Angreifer des Zweitliga-Aufsteigers mächtig nervt. Grodowski ehrlich: „Kein Spieler sitzt gerne auf der Bank. Aber ich akzeptiere die Entscheidung unseres Coaches und werde versuchen, mich mit noch besseren Trainingsleistungen wieder aufzudrängen.“
Dafür fährt der Top-Knipser der Durchmarsch-Saison (17 Treffer) neuerdings sogar Sonderschichten. Unterstützt wird er dabei von einer echten Preußen-Legende – Ulrich „Ulli“ Gäher (62). Der Kapitän und Torjäger der Aufstiegs-Elf von 1989 leitet heute ein Zentrum für Physiotherapie in Ascheberg, ganz in der Nachbarschaft von Grodowskis Wohnort Herbern.
Dort bietet Gäher auch plyometrisches Training an, zu dem Grodowski zweimal pro Woche in seine Praxis kommt. Alles selbstverständlich in Absprache und mit dem Einverständnis der Preußen. Dabei geht's in erster Linie darum, die Explosivität, Schnell- und Sprungkraft von Athleten zu verbessern. Außerdem führt's zu kürzeren Reaktionszeiten und einer besseren Flexibilität.
Ist das bei Johnny überhaupt noch möglich? Immerhin ist er aktuell mit „geblitzten“ 36,56 km/h schon der schnellste Zweitliga-Spieler – und bundesweit hinter den Erstliga-Profis Sirlord Conteh (Heidenheim/36,67 km/h) und Lois Openda (Leipzig/36,64 km/) auf Rang 3.
Gäher bestätigt: „Johnny hat schon perfekte Anlagen – keine Frage. Aber wir wollen versuchen, ob auf den ersten Metern noch etwas mehr rauszukitzeln ist. Das gelingt sicherlich nicht von heute auf morgen. Mit Plyo-Übungen werden vor allem die Muskelgruppen im Unterkörper aktiviert. Primäres Ziel ist es, mit Sprüngen, raschen Schrittkombinationen und dynamischen Richtungswechseln die Explosivkraft zu steigern.
Schnell, schneller – Grodowski! Gäher ist jedenfalls überzeugt, dass noch mehr Potenzial in ihm schlummern könnte. Zugleich aber kümmert er sich auch bei den gemeinsamen Einheiten um die mentale Schiene: „Wir sprechen viel miteinander. Ich habe in meiner früheren Karriere ebenfalls Phasen gehabt, wo nicht immer alles lief wie gewünscht. Da musst du einfach fokussiert bleiben und darfst nicht den Kopf hängen lassen,“ so Gäher und weiter, „ich versuche Johnny deutlich zu machen, dass man aus jeder kleinen Krise gestärkt hervorgehen kann. Der packt das schon!“
Eine Bude gelang Grodowski (Vertrag bis 2026/Marktwert: 700.000 Euro) bislang in der laufenden Saison. Beim 3:0-Erfolg in Regensburg wurde er bereits nach 13 Minuten für den verletzten Etienne Amenyido (26/Innenbandanriss im Knie) eingewechselt und brachte seine Mannschaft kurz darauf mit 1:0 in Führung. Ehe er später auch noch den zweiten Treffer durch Charalambos Makridis (28) vorbereitete.
Von der Bank aufs Feld – und sofort der Held. Dafür lohnt es sich zu kämpfen. Grodowski, der seine Tore stets mit dem angedeuteten Flügelschlag eines Adlers feiert, stellt jedoch klar: „Natürlich würde ich mir wünschen, immer eine wichtige und entscheidende Rolle zu spielen. Doch der Erfolg der Mannschaft steht am Ende über allem.“ Der Nächste soll möglichst schon am Sonntag in Karlsruhe (13:30 Uhr/Sky) folgen...
● Auch die neue Folge des beliebten Insider-Podcasts „Preußen Privat“ aus der kultigen Bode-Loge beschäftigt sich mit „heilenden Händen“. Diesmal zu Gast: Physiotherapeutin Kira Loose (27), die spannende Einblicke in ihre tägliche Arbeit mit den Jungs von Cheftrainer Sascha Hildmann gewährt und erzählt, wie es sich anfühlt, die einzige Frau im gesamten Adler-Staff zu sein. Kostenlos abrufbar ab Donnerstagfrüh um 0:00 Uhr unter www.preussenprivat.de und überall dort, wo es Podcasts (u.a. Spotify) gibt.
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