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Hertha siegt trotz Brutalo-Rot im Skandal-Spiel von Dresden


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Ein hochemotionales Zweitliga-Spiel mit unschönen Begleiterscheinungen: Hertha BSC gewinnt am Samstagabend mit 1:0 bei Dynamo Dresden. Überschattet wird die Partie jedoch von massiven Fan-Ausschreitungen und Szenen rund um den Innenraum.

Auslöser der Eskalation ist eine Provokation im K-Block der Dynamo-Ultras. Dort wird eine Hertha-Fahne präsentiert, begleitet von spöttischen Gesängen. Offenbar wurde die Fahne bereits vor dem Spiel entwendet. In der Folge reagieren Hertha-Anhänger, überwinden Absperrungen und gelangen in den Innenraum. Von dort werfen sie Pyrotechnik in angrenzende Blöcke mit Dresdner Fans.

Spiel rund 20 Minuten unterbrochen

Parallel betreten auch Dynamo-Anhänger aus dem K-Block den Innenraum und bewegen sich in Richtung Gästeblock. Dort kommt es zu einer direkten Konfrontation. Etwa eine Minute lang stehen sich rund 100 Dresdner und etwa 30 Berliner gegenüber. Erst durch das Eingreifen der Polizei, die mit einer Hundertschaft vor Ort ist, kann die Situation beruhigt werden. Die Beteiligten ziehen sich anschließend zurück. Kurz darauf wird die zuvor gezeigte Hertha-Fahne von Dresdner Fans angezündet.

Nach einer rund 20-minütigen Unterbrechung setzt Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie fort. Die Spieler hatten sich zuvor in die Kabinen zurückgezogen. In der Folge verlassen Teile der Hertha-Ultras den Gästeblock, im weiteren Spielverlauf reist die aktive Fanszene der Berliner vollständig ab.

Klare Worte von beiden Vereinen

Dynamo-Geschäftsführer Stephan Zimmermann (38) äußert sich in der Halbzeit bei Sky deutlich: „Das ist nicht das, was wir sehen wollten. Das war ein ganz großer Schuss in den Ofen. Das ist nicht das, was wofür wir kämpfen.“

Auch Hertha-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich (58) verurteilt die Vorfälle: „Das sind Szenen, die nichts mit Fußball zu tun haben. Ich kann mich an der Stelle nur bei allen Beteiligten hier im Stadion entschuldigen. Das entspricht nicht meinem Wertegerüst.“
Frühe Unterbrechung und späte Entscheidung

Bereits nach drei Minuten musste das Spiel erstmals unterbrochen werden. Grund waren pyrotechnische Aktionen im Gästeblock sowie ein Feuerwerk außerhalb des Stadions.

Sportlich nimmt die Partie erst in der zweiten Hälfte Fahrt auf. In der 66. Minute sieht Herthas Josip Brekalo nach einem harten Foul gegen Dresdens Wagner die Rote Karte. Kurz darauf hält Hertha-Torhüter Tjark Ernst einen Handelfmeter von Vincent Vermeij.

Die Entscheidung fällt in der 80. Minute: Nach einem Kopfball von Winkler fälscht Dresdens Alexander Rossipal den Ball unglücklich ins eigene Tor ab – das 1:0 für Hertha und zugleich der Endstand.


Sport Bild
 
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