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Notícias Hooligans warfen Gullydeckel und Steine auf Polizisten

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70 verletzte Beamte nach Ost-Derby:
Hooligans warfen Gullydeckel und Steine auf Polizisten


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„Planvolles Vorgehen von Schwerkriminellen“

Magdeburg (Sachsen-Anhalt) – Die Krawalle von Anhängern des 1. FC Magdeburg in der Zweiten Bundesliga erschüttern die deutschen Sicherheitsbehörden. Inzwischen ist die Zahl der verletzten Polizisten auf 70 gestiegen. Nun steht ein schwerwiegender Verdacht im Raum: Wurden die Beamten gezielt angegriffen, weil sie eine geplante Hooligan-Schlägerei verhindert hatten?

„Die Polizeikräfte wurden mit Pyrotechnik beschossen, mit Absperrgittern und Steinen beworfen und mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten unmittelbar angegriffen“, heißt es aus dem Innenministerium von Tamara Zieschang (55, CDU). Auch Mülltonnen, Stühle und Toiletten wurden laut Polizei auf die Beamten geworfen. Allein ein Gullydeckel wiegt im Schnitt 50 Kilo.

Gewaltexzess im FCM-Stadion

Es ist eine wiederkehrende Gewaltspirale: Die Fanlager der SG Dynamo Dresden und des 1. FC Magdeburg sind verfeindet, die Aufeinandertreffen als Hochrisikospiele eingestuft. Jedes Mal braucht es Hunderte Polizisten, um die gewaltbereiten Ultras auseinanderzuhalten. Diesmal waren 600 Beamte im Einsatz.

In den sozialen Medien wird über Böller- und Raketenabschüsse aus dem Gästeblock der Dynamo-Fans als Auslöser für den Gewaltexzess der FCM-Fans spekuliert. Die Dresdner hatten zudem eine riesige Blockfahne ausgerollt, auf der Sachsen-Herrscher August der Starke zu sehen war. Dieser richtet seine Lanze auf einen am Boden liegenden Magdeburg-Fan.

In der Halbzeitpause versuchten FCM-Ultras dann, zu den Dresdnern zu gelangen. Eine Einheit der Bereitschaftspolizei wollte das verhindern – stellte sich anfangs etwa 50 Vermummten entgegen, wenig später waren es laut Polizei rund 250 Angreifer. Auf Hooligan-Portalen in den sozialen Medien sind Videos des brutalen Angriffs zu sehen.

Überwachungskamera abgeklebt

In der Nacht vor dem Spiel konnten die Einsatzkräfte eine Hooligan-Schlägerei verhindern. Polizeisprecher Stefan Brodtrück zu BILD: „Nach ersten Erkenntnissen verabredeten sich circa 90 Anhänger der SG Dynamo Dresden und circa 50 Anhänger des 1. FC Magdeburg im Bereich Schönebeck zu einer körperlichen Auseinandersetzung.“ Im Stadion verhinderte die Polizei erneut ein Aufeinandertreffen. Brodtrück: „In diesem Zusammenhang erfolgte die Eskalation der Gewalt gegen die polizeilichen Einsatzkräfte.“ Und das offensichtlich geplant. Die Magdeburger Polizei zu BILD: „Am Einsatztag konnte durch die Polizei eine abgeklebte Sicherheitskamera im Stadionbereich der Heimfans festgestellt werden. Dies lässt die Vermutung zu, dass aufgrund der Verhinderung der Drittortauseinandersetzung die Konfrontation während oder nach dem Fußballspiel gezielt gesucht wurde.“

„Planvolles Vorgehen von Schwerkriminellen“

Olaf Sendel (56), Landeschef der Polizeigewerkschaft DPolG: „Es handelt sich hier um planvolles Vorgehen von Schwerkriminellen. Man muss sich auch fragen, warum die Stadion-Security versagt hat – oder ob sie Teil der Ultras ist.“ Er meint damit Sturmhauben und Vermummung, welche die zahlreichen Täter ins Stadion mitbringen konnten.

Der Gewaltexzess von Magdeburg hat der deutschen Fußball-Szene massiv geschadet und könnte von der Innenministerkonferenz als Beleg für harte Sicherheitsverschärfungen in ganz Deutschland herangezogen werden. DFB-Vizepräsident Hermann Winkler (62) zu BILD: „Das sind schlimme Bilder. Hier wurde mit Vorsatz gehandelt. Ich hoffe, dass die Täter gefasst und schnell verurteilt werden. Angesichts des Ausmaßes der Gewalt und der Brutalität dürfen auch Freiheitsstrafen kein Tabu mehr sein.“ Gleichzeitig warnt Winkler vor einer zunehmenden Frustration unter den Polizeibeamten, die regelmäßig bei Fußballspielen im Einsatz sind: „Solche Szenen wie in Magdeburg schaden dem Ansehen des Fußballs in Deutschland enorm.“

Trotz Hilferufen keine Unterstützung

Doch auch an der Einsatzleitung gibt es Kritik. So fühlten sich nach BILD-Informationen die attackierten Beamten vom Polizeiführer im Stich gelassen. Trotz Hilferufen per Funk soll keine Unterstützung gekommen sein. Die Polizei schreibt BILD dazu, dass die „polizeiliche Aufarbeitung des Einsatzablaufs“ begonnen wurde.

Vom 1. FC Magdeburg heißt es auf BILD-Anfrage: „Die umfassende Aufarbeitung der Vorfälle vom Samstagabend läuft derzeit noch. Solange nicht alle Fakten vorliegen, verzichten wir bewusst auf konkrete Bewertungen.“

Bild Zeitung
 
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