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- Out 5, 2021
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Wetter-Alarm für 230 Millionen Amerikaner:
Jetzt kommt der Monster-Sturm
Rekord-Eis in Louisiana ++ Energie-Versorger mobilisieren 63.000 Mitarbeiter ++ Lufthansa streicht Flüge
Washington (USA) – Der Mega-Wintersturm in den USA – jetzt wird es ernst! Am heutigen Sonntag werden heftiger Schnee, Eis und lebensbedrohliche Kälte etwa 230 Millionen Amerikaner in Atem halten. Besonders New York soll es hart treffen. „Fern“ – wie der Sturm von einigen US-Medien genannt wird – soll in einigen Bundesstaaten sogar Wetterrekorde brechen.
Meteorologe Jonathan Belles vom Nationalen Weather Channel warnt: „Schnee und Schneeregen ziehen am frühen Sonntagmorgen in den Nordosten und die südlichen Großen Seen (...). Die Ausläufer des Tropensturms Fern ziehen bis zum Mittag von Westen nach Osten durch Texas und das mittlere Mississippi-Tal, wobei im tiefen Süden möglicherweise eine Gewitterlinie mit Gewittern entsteht.“
Bis zu 40 Zentimeter Schnee in New York erwartet
Am Sehnsuchtsort von Millionen von Touristen – dem Big Apple – gilt ab 3 Uhr nachts (9 Uhr deutscher Zeit) eine Warnung vor extremem Schneefall. Bis zu 40 Zentimeter sollen möglich sein.
Neben dem Schnee warnen die Behörden auch vor extremer Kälte. Sie soll noch die gesamte nächste Woche anhalten. Wie „Fox“ berichtet, sind nahezu alle Flüge, die am Flughafen LaGuardia in New York starten oder landen sollten, verspätet oder wurden gestrichen. Auch am John F. Kennedy International Airport und am Newark Liberty International Airport sind laut FlightAware rund 80 Prozent der Flüge betroffen.
Eis legt den Süden lahm
Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung ist von dem Wintereinbruch beeinträchtigt, während der Sturm weiter in Richtung Osten zieht. Im Süden des Landes herrscht das Eis: Auf den Straßen sorgte Eisregen bereits für viele Unfälle, etwa in Texas. In Missouri rückte allein die State Highway Patrol zu mehr als 600 Wetter-Einsätzen aus.
Nach aktuellen Daten von poweroutage.us sind inzwischen mehr als 250.000 Haushalte ohne Strom. Besonders betroffen: Mississippi mit mehr als 75.000 Ausfällen, gefolgt von Louisiana und Texas mit jeweils mehr als 65.000 Haushalten ohne Strom. Besonders groß ist die Sorge in Texas. Vor fünf Jahren hatte ein ähnlicher Kälteeinbruch das Stromnetz kollabieren lassen – Millionen Menschen waren tagelang ohne Elektrizität, Hunderte starben.
Der texanische Gouverneur Greg Abbott versicherte, man habe Lehren gezogen und die Infrastruktur besser vorbereitet, um eine Wiederholung der Katastrophe zu verhindern. Mehr als 63.000 Mitarbeiter wurden von der Energieversorgungsbranche mobilisiert, um Blackouts zu verhindern. Das teilte das Edison Electric Institute mit. „Das Ausmaß und die Schwere dieses Sturms sind historisch, und das gilt auch für die Reaktion darauf“, sagte Drew Maloney, Präsident und Geschäftsführer der Organisation.
Rekord-Eis in Louisiana
Die Schäden durch den Wintersturm können regional das Ausmaß eines Hurrikans erreichen, sagen Wetterexperten. Vor allem der Eisregen gilt als größte Gefahr. Bereits geringe zusätzliche Eislast kann Stromleitungen und Bäume mit Hunderten Kilogramm Gewicht belasten – besonders in Regionen, in denen viele Haushalte mit Strom heizen.
Alarmierende Messungen kommen aus dem US-Bundesstaat Louisiana: In dem kleinen Ort Hall Summit, rund 30 Kilometer südöstlich von Shreveport, meldete der Nationale Wetterdienst laut CNN fast zwei Zentimeter Eis. Damit wurde der höchste Eiswert des gesamten Sturms registriert. Experten warnen: Diese Menge sei dreimal so hoch wie der Richtwert, ab dem Bäume brechen und Stromleitungen nachgeben.
Die Schneepflüge werden voraussichtlich mit dem historischen Schneefall in Columbus im US-Bundesstaat Ohio nicht hinterherkommen. Laut Bürgermeister Andrew Ginther gibt es in den nächsten zwei Tagen mehr Schnee als in den letzten zwei Jahrzehnten! In Zahlen: 25 bis 35 Zentimeter Neuschnee.
FEMA rüstet sich für den Ernstfall
Die US-Regierung hat landesweit knapp 30 Such- und Rettungsteams in erhöhte Bereitschaft versetzt. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde FEMA wurden in den gefährdeten Regionen bereits mehr als sieben Millionen Mahlzeiten, 600.000 Decken und 300 Generatoren bereitgestellt. Ziel ist es, bei großflächigen Stromausfällen und blockierten Verkehrswegen schnell Hilfe leisten zu können.
US-Präsident Donald Trump erklärte in den sozialen Medien, seine Regierung stimme sich eng mit den Bundesstaaten und Kommunen ab. Die Katastrophenschutzbehörde FEMA sei „bestens auf den Einsatz vorbereitet“, schrieb Trump. Dennoch warnen Experten, dass es Tage dauern könnte, bis Schnee und Eis nach dem Sturm wieder vollständig verschwinden.
Airlines canceln Flüge – auch Lufthansa
Aufgrund des Wintersturms wurden in den USA bereits über 13.000 Flüge gestrichen, darunter mehr als 80 Prozent der für Sonntag geplanten Abflüge an einigen der verkehrsreichsten Flughäfen des Landes, wie die Flugverfolgungsseite FlightAware berichtet. Die Ausfälle am Sonntag sind die höchsten an einem einzelnen Tag seit der Covid-19-Pandemie, wie die Luftfahrtanalysefirma Cirium mitteilte.
Der Monster-Sturm hat auch Auswirkungen auf den transatlantischen Flugverkehr. Die Lufthansa strich für Sonntag zahlreiche Flüge – vor allem an die US-Ostküste. Betroffene Passagiere werden nach Unternehmensangaben aktiv per E-Mail informiert. Flüge in den Süden, Nordwesten, Westen sowie nach Kanada finden laut den Angaben statt.
Bild Zeitung
Jetzt kommt der Monster-Sturm
Rekord-Eis in Louisiana ++ Energie-Versorger mobilisieren 63.000 Mitarbeiter ++ Lufthansa streicht Flüge
Washington (USA) – Der Mega-Wintersturm in den USA – jetzt wird es ernst! Am heutigen Sonntag werden heftiger Schnee, Eis und lebensbedrohliche Kälte etwa 230 Millionen Amerikaner in Atem halten. Besonders New York soll es hart treffen. „Fern“ – wie der Sturm von einigen US-Medien genannt wird – soll in einigen Bundesstaaten sogar Wetterrekorde brechen.
Meteorologe Jonathan Belles vom Nationalen Weather Channel warnt: „Schnee und Schneeregen ziehen am frühen Sonntagmorgen in den Nordosten und die südlichen Großen Seen (...). Die Ausläufer des Tropensturms Fern ziehen bis zum Mittag von Westen nach Osten durch Texas und das mittlere Mississippi-Tal, wobei im tiefen Süden möglicherweise eine Gewitterlinie mit Gewittern entsteht.“
Bis zu 40 Zentimeter Schnee in New York erwartet
Am Sehnsuchtsort von Millionen von Touristen – dem Big Apple – gilt ab 3 Uhr nachts (9 Uhr deutscher Zeit) eine Warnung vor extremem Schneefall. Bis zu 40 Zentimeter sollen möglich sein.
Neben dem Schnee warnen die Behörden auch vor extremer Kälte. Sie soll noch die gesamte nächste Woche anhalten. Wie „Fox“ berichtet, sind nahezu alle Flüge, die am Flughafen LaGuardia in New York starten oder landen sollten, verspätet oder wurden gestrichen. Auch am John F. Kennedy International Airport und am Newark Liberty International Airport sind laut FlightAware rund 80 Prozent der Flüge betroffen.
Eis legt den Süden lahm
Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung ist von dem Wintereinbruch beeinträchtigt, während der Sturm weiter in Richtung Osten zieht. Im Süden des Landes herrscht das Eis: Auf den Straßen sorgte Eisregen bereits für viele Unfälle, etwa in Texas. In Missouri rückte allein die State Highway Patrol zu mehr als 600 Wetter-Einsätzen aus.
Nach aktuellen Daten von poweroutage.us sind inzwischen mehr als 250.000 Haushalte ohne Strom. Besonders betroffen: Mississippi mit mehr als 75.000 Ausfällen, gefolgt von Louisiana und Texas mit jeweils mehr als 65.000 Haushalten ohne Strom. Besonders groß ist die Sorge in Texas. Vor fünf Jahren hatte ein ähnlicher Kälteeinbruch das Stromnetz kollabieren lassen – Millionen Menschen waren tagelang ohne Elektrizität, Hunderte starben.
Der texanische Gouverneur Greg Abbott versicherte, man habe Lehren gezogen und die Infrastruktur besser vorbereitet, um eine Wiederholung der Katastrophe zu verhindern. Mehr als 63.000 Mitarbeiter wurden von der Energieversorgungsbranche mobilisiert, um Blackouts zu verhindern. Das teilte das Edison Electric Institute mit. „Das Ausmaß und die Schwere dieses Sturms sind historisch, und das gilt auch für die Reaktion darauf“, sagte Drew Maloney, Präsident und Geschäftsführer der Organisation.
Rekord-Eis in Louisiana
Die Schäden durch den Wintersturm können regional das Ausmaß eines Hurrikans erreichen, sagen Wetterexperten. Vor allem der Eisregen gilt als größte Gefahr. Bereits geringe zusätzliche Eislast kann Stromleitungen und Bäume mit Hunderten Kilogramm Gewicht belasten – besonders in Regionen, in denen viele Haushalte mit Strom heizen.
Alarmierende Messungen kommen aus dem US-Bundesstaat Louisiana: In dem kleinen Ort Hall Summit, rund 30 Kilometer südöstlich von Shreveport, meldete der Nationale Wetterdienst laut CNN fast zwei Zentimeter Eis. Damit wurde der höchste Eiswert des gesamten Sturms registriert. Experten warnen: Diese Menge sei dreimal so hoch wie der Richtwert, ab dem Bäume brechen und Stromleitungen nachgeben.
Die Schneepflüge werden voraussichtlich mit dem historischen Schneefall in Columbus im US-Bundesstaat Ohio nicht hinterherkommen. Laut Bürgermeister Andrew Ginther gibt es in den nächsten zwei Tagen mehr Schnee als in den letzten zwei Jahrzehnten! In Zahlen: 25 bis 35 Zentimeter Neuschnee.
FEMA rüstet sich für den Ernstfall
Die US-Regierung hat landesweit knapp 30 Such- und Rettungsteams in erhöhte Bereitschaft versetzt. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde FEMA wurden in den gefährdeten Regionen bereits mehr als sieben Millionen Mahlzeiten, 600.000 Decken und 300 Generatoren bereitgestellt. Ziel ist es, bei großflächigen Stromausfällen und blockierten Verkehrswegen schnell Hilfe leisten zu können.
US-Präsident Donald Trump erklärte in den sozialen Medien, seine Regierung stimme sich eng mit den Bundesstaaten und Kommunen ab. Die Katastrophenschutzbehörde FEMA sei „bestens auf den Einsatz vorbereitet“, schrieb Trump. Dennoch warnen Experten, dass es Tage dauern könnte, bis Schnee und Eis nach dem Sturm wieder vollständig verschwinden.
Airlines canceln Flüge – auch Lufthansa
Aufgrund des Wintersturms wurden in den USA bereits über 13.000 Flüge gestrichen, darunter mehr als 80 Prozent der für Sonntag geplanten Abflüge an einigen der verkehrsreichsten Flughäfen des Landes, wie die Flugverfolgungsseite FlightAware berichtet. Die Ausfälle am Sonntag sind die höchsten an einem einzelnen Tag seit der Covid-19-Pandemie, wie die Luftfahrtanalysefirma Cirium mitteilte.
Der Monster-Sturm hat auch Auswirkungen auf den transatlantischen Flugverkehr. Die Lufthansa strich für Sonntag zahlreiche Flüge – vor allem an die US-Ostküste. Betroffene Passagiere werden nach Unternehmensangaben aktiv per E-Mail informiert. Flüge in den Süden, Nordwesten, Westen sowie nach Kanada finden laut den Angaben statt.
Bild Zeitung
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