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Roter.Teufel

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Spenderorgan war falsch gelagert:
Junge mit „erfrorenem Herzen“ in Italien gestorben


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Neapel (Italien) – Der herzkranke kleine Junge in Italien ist nach einer misslungenen Transplantation gestorben. Wie das Krankenhaus in Neapel mitteilte, starb der nicht einmal zweieinhalb Jahre alte Domenico „infolge einer plötzlichen und irreversiblen Verschlechterung seines klinischen Zustands“ auf der Intensivstation. Der Fall sorgt in Italien seit Wochen für Schlagzeilen – auch, weil zuvor offensichtlich Fehler beim Transport des Spenderherzens gemacht wurden.

Nach Angaben des Krankenhauses Monaldi in Neapel hörte das Herz des Jungen am Samstagmorgen um 9.20 Uhr auf zu schlagen. Bereits zuvor hatten die behandelnden Ärzte entschieden, keine weiteren lebensverlängernden Maßnahmen mehr einzuleiten. Domenico war bis zuletzt an eine ECMO-Maschine angeschlossen, die Herz- und Lungenfunktion künstlich ersetzte.

Spenderherz falsch gekühlt

Für den Jungen, der mit einem Herzfehler zur Welt kam, war kurz vor Weihnachten nach langem Warten endlich ein Spenderherz gefunden worden. Beim Transport wurde es jedoch falsch gekühlt. Nach bisherigen Ermittlungen war das Organ beim Transport offenbar in direkten Kontakt mit Trockeneis geraten und dadurch massiv geschädigt. Die Transplantation fand am 23. Dezember trotzdem statt – doch das neue Herz nahm seine Funktion nie richtig auf. Domenico kämpfte seither auf der Intensivstation um sein Leben.

Ein Ärzteteam entschied am Mittwoch, dass eine neue Operation zur möglichen Transplantation eines neuen Herzens zwecklos sei – auch, weil andere Organe wie die Nieren inzwischen nicht mehr richtig funktionierten.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Mit dem Tod des Kindes verschärft sich nun auch die juristische Lage. Sechs Mediziner stehen bereits unter Verdacht. Die Staatsanwaltschaft Neapel ermittelt bislang wegen schwerer fahrlässiger Körperverletzung – nun dürfte der Vorwurf auf fahrlässige Tötung ausgeweitet werden, wie italienische Medien berichten. Weitere Beschuldigte könnten hinzukommen. Die Staatsanwaltschaft will in Kürze eine Obduktion anordnen. Das transplantierte Herz soll genau untersucht werden.

Mutter brach in Tränen aus

Die Mutter des Jungen, Patrizia Mercolino, brach italienischen Medienberichten zufolge vor dem Krankenhaus in Tränen aus. „Er ist gegangen, es ist vorbei“, sagte sie. Zugleich kündigte sie an, eine Stiftung im Namen ihres Sohnes gründen zu wollen. „Was Domenico passiert ist, darf nicht vergessen werden“, erklärte sie. Weitere Details will sie gemeinsam mit ihrem Anwalt bekanntgeben.

Bild Zeitung
 
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