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Notícias Jura-Student Ron (23) knackt Notenrekord

Roter.Teufel

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„18 Punkte bekommt niemand, 17 Punkte nur Gott“:
Jura-Student Ron (23) knackt Notenrekord


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Potsdam – Er schaffte das, was Jurastudierende nicht einmal zu träumen wagen: Ron C. Straßburg (23) aus Bernau hat an der Universität Potsdam in seiner Examensklausur die Maximalpunktzahl bekommen: Von seinem Erstkorrektor gab es die 18. Eine Zahl, wie ein Mythos. Am Ende standen 17 Punkte auf dem Papier, weil der Zweitkorrektor 15 vergab. Es bleibt eine akademische Sensation. BILD erreichte das juristische Wunderkind im Urlaub an der Ostsee.

„Ich bin mit meiner Familie über Ostern an der See. Nach diesen Ereignissen muss ich mich erst mal erholen. Ich kann das alles immer noch nicht richtig realisieren. Erst mal mache ich eine kleine Pause, um Energie zu tanken. Ich bin ziemlich platt.“

Kurz nach der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse ließ Ron C. Straßburg gegenüber dem Berufs-Portal LTO Karriere seiner Freude freien Lauf: „Als ich die 17 Punkte vor den Augen hatte, dachte ich mir: Ist hier ein Schreibfehler unterlaufen? Nachdem mir beides zugesendet worden war, musste ich bei der „18“ unter dem Votum des Erstkorrektors dreimal hinschauen. Aber selbst, als ich dessen Worte gelesen habe, dachte ich noch an einen Fehler. Ich habe lange gebraucht, um zu realisieren, dass alles seine Richtigkeit hatte.“
„18 Punkte bekommt niemand, 17 nur Gott“

Statistisch liegt eine derartige Leistung im Promillebereich. Ein gängiger Spruch im Studium der Rechtswissenschaften lautet: „18 Punkte bekommt niemand, 17 nur Gott und 16 der Klausurersteller. Die typische juristische Bewertungsskala endet in der Praxis eher bei 14 Punkten, mehr als 11,5 Punkte sind die absolute Ausnahme. Bestanden hat man ab vier Punkten.“

Der Examensstoff? Eigentlich trocken: „Es ging um Immobiliarsachenrecht, den gutgläubigen Zweiterwerb bei einer Vormerkung. Viele hätten wahrscheinlich am liebsten den Raum verlassen – ich fand es großartig, weil es juristisch ziemlich anspruchsvoll ist“, so der Prüfling gegenüber dem „Spiegel“.

Schon im Gymnasium Bernau fuhr der Brandenburger Top-Noten ein: Abi, 1,0! Danach Studium an der Uni Potsdam, Schwerpunkt Strafrecht.
Das große Geld lockt ihn nicht

Eineinhalb Jahre hat er sich auf das Examen vorbereitet. „Gelernt habe ich meistens von acht Uhr morgens bis sieben Uhr abends, mit Pausen, oft sechs Tage die Woche.“

In der Regel laufen Großkanzleien Jura-Studenten mit Prädikatsexamen die Türe ein, locken mit sechsstelligen Einstiegsgehältern. Auch bei Ron C. Straßburg stand das Telefon nicht still. Doch dem großen Geld will er nicht hinterherlaufen. Zu BILD sagt er: „Ich habe alle Angebote freundlich abgeblockt und bleibe erst einmal an der Uni Potsdam. Ich halte den wissenschaftlichen Weg für reizvoller und schreibe jetzt meine Doktorarbeit. Dann möchte ich mich auf eine Professur vorbereiten.“

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