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- Out 5, 2021
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Neue Details zum Polizei-Zoff:
Klartext von VfB-Boss Wehrle
Der VfB gewinnt nach einer Gala-Vorstellung 4:0 gegen die Go Ahead Eagles. Nach Abpfiff ist das Ergebnis aber nur Nebensache. Das stattdessen bestimmende Thema: die brutalen Szenen, die sich vor Anpfiff abspielten.
Niederländische Polizisten schlugen am Fan-Treffpunkt auf friedliche VfB-Fans ein. Die organisierte Szene trat daraufhin die Heimreise an.
Schlimme Bilder im Vorfeld der Europa-League-Partie.
VfB-Boss Alexander Wehrle (50) war nach dem Spiel entsprechend bedient. Der Vorstandsvorsitzende stellte sich – zurecht – vor die VfB-Fans, polterte los: „Eigentlich war so weit alles okay. Wir hatten sechs Busse, die alle zum Treffpunkt kommen mussten, um ihre Tickets abzuholen. Dann kamen die ersten drei Busse, das habe ich selbst gesehen. Es gibt auch Videos. Beim Aussteigen haben die von der Polizei erst mal einen Knüppel in den Rücken oder Nacken bekommen.“
Die Folge: Die Polizei sprach ein Betretungsverbot gegen die Fans aus. Drei noch nicht angekommene Busse mussten umdrehen, ohne überhaupt je in Deventer gewesen zu sein.
Laut dem Direktor der Go Ahead Eagles, Jan Willem van Dop, seien fehlende Tickets der Grund für den Polizeieinsatz gewesen, berichtet der holländische „De Stentor“. Menschen ohne Tickets sollten aber nicht zum Stadion kommen, so van Dop. „Regeln sind Regeln und das wird hier gut gelöst.“ Absurd: Die VfB-Fans mussten ihre Tickets am Fan-Meeting-Point erst abholen, konnten also noch gar keine Eintrittskarten bei der Busankunft mit sich führen.
Wehrle aufgebracht: „Da gab es wohl eine Anweisung des Bürgermeisters, dass die Busse zurück nach Deutschland müssen. Da muss ich sagen, dass das völlig unverhältnismäßig ist. Das hat nichts mit Kontrolle zu tun. Das habe ich noch nie erlebt. Ich war schockiert, dass die Leute zur Begrüßung einen Knüppel überbekommen haben. Da können wir auch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Da ist es wichtig, das klar zu kommunizieren. Ich habe das zum Glück selbst gesehen. Weil häufig sagt man, dass ja irgendetwas davor passiert sein müsste …“
Der VfB-Boss erlebte die Szenen aus nächster Nähe. Die Konsequenz: „Wir haben sofort schriftliche Beschwerde eingelegt. Auch der Uefa-Delegierte war vor Ort. Wir haben 489 Tickets erhalten. Wenn man das nicht managen kann, dann mache ich viele Fragezeichen.“
Damit aber nicht genug. Die nicht kehrtmachenden VfB-Fans wurden lange am Fan-Treffpunkt festgehalten.
Darunter auch Boss Wehrle, der die Situation weiter beobachten wollte. Er sagte: „Das hat nichts mehr mit Fankultur zu tun. Man muss sich mal überlegen: Die Fans nehmen sich frei – und werden dann wie Schwerverbrecher behandelt. Da war ich dabei. Ich bin bis zum Ende dabeigeblieben, irgendwann haben sie sogar das Licht ausgemacht. Das hat eineinhalb Stunden gedauert. Das macht mich sprachlos. Ich würde gerne die Erklärung hören, warum man wahllos auf Menschen einschlägt. Unsere Fans sind einfach aus einem Bus ausgestiegen. Das darf sich nicht wiederholen. Das dürfen wir uns auch nicht gefallen lassen.“
Besonders bitter: Auch nach Abpfiff berichteten einige VfB-Fans über weitere Schikanen seitens der Behörden. So mussten rund 150 Anhänger ca. zwei Stunden am Gästeblock in bereitgestellten Bussen ausharren, durften nicht zurück in die Innenstadt.
Ca. zwanzig Minuten nach Abpfiff gab es zudem Auseinandersetzungen zwischen den Heimfans und der Polizei.
Fest steht: Die Rahmenbedingungen in Deventer waren einem Profi-Fußballspiel unwürdig. Und dürften noch weitere Folgen nach sich ziehen.
Bild Zeitung
Klartext von VfB-Boss Wehrle
Der VfB gewinnt nach einer Gala-Vorstellung 4:0 gegen die Go Ahead Eagles. Nach Abpfiff ist das Ergebnis aber nur Nebensache. Das stattdessen bestimmende Thema: die brutalen Szenen, die sich vor Anpfiff abspielten.
Niederländische Polizisten schlugen am Fan-Treffpunkt auf friedliche VfB-Fans ein. Die organisierte Szene trat daraufhin die Heimreise an.
Schlimme Bilder im Vorfeld der Europa-League-Partie.
VfB-Boss Alexander Wehrle (50) war nach dem Spiel entsprechend bedient. Der Vorstandsvorsitzende stellte sich – zurecht – vor die VfB-Fans, polterte los: „Eigentlich war so weit alles okay. Wir hatten sechs Busse, die alle zum Treffpunkt kommen mussten, um ihre Tickets abzuholen. Dann kamen die ersten drei Busse, das habe ich selbst gesehen. Es gibt auch Videos. Beim Aussteigen haben die von der Polizei erst mal einen Knüppel in den Rücken oder Nacken bekommen.“
Die Folge: Die Polizei sprach ein Betretungsverbot gegen die Fans aus. Drei noch nicht angekommene Busse mussten umdrehen, ohne überhaupt je in Deventer gewesen zu sein.
Laut dem Direktor der Go Ahead Eagles, Jan Willem van Dop, seien fehlende Tickets der Grund für den Polizeieinsatz gewesen, berichtet der holländische „De Stentor“. Menschen ohne Tickets sollten aber nicht zum Stadion kommen, so van Dop. „Regeln sind Regeln und das wird hier gut gelöst.“ Absurd: Die VfB-Fans mussten ihre Tickets am Fan-Meeting-Point erst abholen, konnten also noch gar keine Eintrittskarten bei der Busankunft mit sich führen.
Wehrle aufgebracht: „Da gab es wohl eine Anweisung des Bürgermeisters, dass die Busse zurück nach Deutschland müssen. Da muss ich sagen, dass das völlig unverhältnismäßig ist. Das hat nichts mit Kontrolle zu tun. Das habe ich noch nie erlebt. Ich war schockiert, dass die Leute zur Begrüßung einen Knüppel überbekommen haben. Da können wir auch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Da ist es wichtig, das klar zu kommunizieren. Ich habe das zum Glück selbst gesehen. Weil häufig sagt man, dass ja irgendetwas davor passiert sein müsste …“
Der VfB-Boss erlebte die Szenen aus nächster Nähe. Die Konsequenz: „Wir haben sofort schriftliche Beschwerde eingelegt. Auch der Uefa-Delegierte war vor Ort. Wir haben 489 Tickets erhalten. Wenn man das nicht managen kann, dann mache ich viele Fragezeichen.“
Damit aber nicht genug. Die nicht kehrtmachenden VfB-Fans wurden lange am Fan-Treffpunkt festgehalten.
Darunter auch Boss Wehrle, der die Situation weiter beobachten wollte. Er sagte: „Das hat nichts mehr mit Fankultur zu tun. Man muss sich mal überlegen: Die Fans nehmen sich frei – und werden dann wie Schwerverbrecher behandelt. Da war ich dabei. Ich bin bis zum Ende dabeigeblieben, irgendwann haben sie sogar das Licht ausgemacht. Das hat eineinhalb Stunden gedauert. Das macht mich sprachlos. Ich würde gerne die Erklärung hören, warum man wahllos auf Menschen einschlägt. Unsere Fans sind einfach aus einem Bus ausgestiegen. Das darf sich nicht wiederholen. Das dürfen wir uns auch nicht gefallen lassen.“
Besonders bitter: Auch nach Abpfiff berichteten einige VfB-Fans über weitere Schikanen seitens der Behörden. So mussten rund 150 Anhänger ca. zwei Stunden am Gästeblock in bereitgestellten Bussen ausharren, durften nicht zurück in die Innenstadt.
Ca. zwanzig Minuten nach Abpfiff gab es zudem Auseinandersetzungen zwischen den Heimfans und der Polizei.
Fest steht: Die Rahmenbedingungen in Deventer waren einem Profi-Fußballspiel unwürdig. Und dürften noch weitere Folgen nach sich ziehen.
Bild Zeitung
